sagen:der_glockenguss_zu_attendorn
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| - | ====== Der Glockenguß zu Attendorn ====== | ||
| - | Zu Attendorn, einem cölnischen Städtchen in Westphalen, wohnte bei Menschengedenken eine Wittwe, die ihren Sohn nach Holland schickte, dort die Handlung zu lernen. Dieser stellte sich so wohl an, daß er alle Jahr seiner Mutter von dem Erwerb schicken konnte. Einmal sandte er ihr eine Platte von purem Gold, aber schwarz angestrichen, | ||
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| - | Der Glockengießer, | ||
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| - | Als er nun in solcher Ehr und Fröhlichkeit bis auf die steinerne Brücke (zwischen Attendorn und dem fürstenbergischen Schloß Schnellenberg) gelanget, begegnet ihm sein Meister, welcher alsobald mit den Worten: "was hast du gethan, du Bestia!" | ||
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| - | Hierauf wurde dem Glockenmeister der Kopf abgeschlagen, | ||
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| - | Längst hernach hat das Wetter in den Kirchthurm geschlagen und wie sonst alles verzehret, außer dem Gemäuer, auch die Glocke geschmelzt. Worauf in der Asche Erz gefunden worden, welches an Gehalt den [193] Goldgülden gleich gewesen, woraus derselbige Thurn wieder hergestellt und mit Blei gedeckt worden. | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 190–193, 1816// | ||
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sagen/der_glockenguss_zu_attendorn.1581605494.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
