sagen:der_frauensand
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| - | ====== Der Frauensand ====== | ||
| - | Mündlich aus Holland mitgetheilt | ||
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| - | Westlich im Südersee wachsen mitten aus dem Meer Gräser und Halme hervor an der Stelle, wo die Kirchthürme und stolzen Häuser der vormaligen Stadt [[geo: | ||
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| - | Die vermögendste aller Insassen der Stadt Stavoren war eine sichere [[typ: | ||
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| - | Eines Tags rief diese [[typ: | ||
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| - | Endlich dachte er: ich will ihr eine Ladung des köstlichsten [[typ: | ||
| - | Zögernd, denn an ihren Reden sah er schon, wie wenig sein Einkauf ihr behagen würde, antwortete er: „meine Frau, ich führe euch zu den köstlichsten [[typ: | ||
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| - | – „ich will dir zeigen, wie verächtlich mir deine Ladung ist; von welcher Seite ist das Schiff geladen?“ | ||
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| - | – „von der rechten Seite (Stuurboordszyde), | ||
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| - | Der Seemann zauderte einen Befehl auszuführen, | ||
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| - | Da fiel eine Schaar von Armen auf die Knie vor ihr und baten, daß sie ihnen das Korn austheilen möchte, lieber als es vom Meer verschlingen zu lassen. Aber das Herz der [[typ: | ||
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| - | „Wie, rief sie mit höllischem Gelächter, ich soll dürftig werden können? ich soll in Armuth und Brotmangel fallen? So wahr das geschieht, so wahr sollen auch meine Augen diesen [[typ: | ||
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| - | Was geschieht? Einige Tage darauf ging die [[typ: | ||
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| - | Wenige Tags darauf kam die neue Zeitung von untergegangenen Schiffen, worauf sie noch reiche Ladungen hatte. Ein anderes [[typ: | ||
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| - | Der [[typ: | ||
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| - | Auf eine Zeit schöpfte man [[typ: | ||
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| - | Noch immer wächst jährlich an derselben Stelle ein Gras aus dem Wasser, das kein Kräuterkenner kennt, das keine Blüte trägt und sonst nirgends mehr auf Erden gefunden wird. Der Halm treibt lang und hoch, die Ähre gleicht der Waizenähre, | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 321–325, 1816// | ||
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sagen/der_frauensand.1695883367.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
