sagen:der_fliegende_hollaender
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| - | ====== Der fliegende Holländer ====== | ||
| - | Im Lande [[region: | ||
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| - | Damals, vor so langer Zeit, stand das Schloß noch in seinem Glanze, zwei Brüder von Falkenberg wohnten darin, die hießen Waleram und Reginald und liebten beide die schöne Tochter eines Grafen von Cleve, Alix. Waleram war der Glückliche, | ||
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| - | Es lebte dazumal nicht allzuweit vom Schlosse Falkenberg ein frommer [[typ: | ||
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| - | Da sprach Reginald kein anderes Wort als Amen und verbrannte an der ewigen Ampel des Altars Alixens Locke und ging von dannen, gen Norden und immer gen Norden, und büßte und betete. Und da sind zwei Gestalten mit ihm gegangen, eine weiße zu seiner Rechten und eine schwarze zu seiner Linken; die zur Rechten bestärkte ihn im Büßen und Beten, die zur Linken aber flüsterte ihm zu, davon abzulassen und den Freuden der Welt zu leben, und so kämpften sie um seine Seele, und dieser Kampf, den er im Herzen fühlte und mitkämpfte, | ||
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| - | So ging er Tage lang, und Wochen lang, und Monden lang, bis er am Meere stand und kein Erdreich mehr vor sich sah, darauf er seinen Fuß hätte setzen können. Aber da fuhr ein Nachen heran, da saß einer drin, der winkte Reginald und sprach: Exspectamus te! Und das war das Zeichen, und Reginald stieg in den [[typ: | ||
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| - | Und das tun sie noch heute, ohne Ruder und ohne Steuer fährt das [[typ: | ||
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| - | Mancher Schiffer hat es schon gesehen, und es hat ihm Grausen erregt. Selbst bei Windstille fliegt es wie ein Pfeil über die Meeresglätte. Und sie nennen es den fliegenden Holländer. | ||
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| - | //Quelle: Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch. Meersburg und Leipzig 1930, S. 105-106; [[http:// | ||
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sagen/der_fliegende_hollaender.1625565507.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
