sagen:der_fliegende_hollaender
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| - | ====== Der fliegende Holländer ====== | ||
| - | Im Lande Limburg liegt ein altes Schloß, das ist Falkenberg genannt, darin es spukt und umgeht. Eine Stimme ruft gegen die vier Wände den Klageruf: Mörder! Mörder! – Zwei kleine Flämmchen flackern vor der Stimme her, aber den Rufer sieht keiner. Und das ist also seit sechshundert Jahren. Damals, vor so langer Zeit, stand das Schloß noch in seinem Glanze, zwei Brüder von Falkenberg wohnten darin, die hießen Waleram und Reginald und liebten beide die schöne Tochter eines Grafen von Cleve, Alix. Waleram war der Glückliche, | ||
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| - | Und das tun sie noch heute, ohne Ruder und ohne Steuer fährt das Schiff durch den Ozean im Norden, zur Nacht webern Flammen auf seinen Masten und tanzen auf den Rahen. Seine Segel sind grau wie Erde, und seine Flaggen sind fahl wie abgebleichte Bänder an Totenkränzen. Sein Bord ist leer, und am Steuer steht kein Steuermann. Sein Gang ist Flug, und sein Begegnen ist Fluch, Unheil verheißend dem Fahrzeug, dem es begegnet. Mancher Schiffer hat es schon gesehen, und es hat ihm Grausen erregt. Selbst bei Windstille fliegt es wie ein Pfeil über die Meeresglätte. Und sie nennen es den fliegenden Holländer. | ||
| - | Quelle: | ||
| - | Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch. Meersburg und Leipzig 1930, S. 105-106. | ||
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sagen/der_fliegende_hollaender.1593522942.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
