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sagen:der_feuerbann_von_neuendorf

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-====== Der Feuerbann von Neuendorf ====== 
  
-Nach [[geo:neuendorf|Neuendorf]] kamen einstmals [[person:zigeuner|Zigeuner]]. Die wurden sonst überall sehr verfolgt. 
-In Neuendorf behandelte man sie aber gut. Zum Danke sprach einer von ihnen beim 
-Abschied über das Dorf den [[typ:feuer|Feuerbann]] aus. Vorher hatten sie um das Dorf mit 
-einem Pfluge eine Furche gezogen und bis zu dieser Furche ging die Wirksamkeit 
-des Bannes. Niemand, so sagten sie, darf aber mit einem Eggenzinken die Bannlinie 
-durchschneiden. Sonst wird die Zauberkraft aufgehoben.  
- 
-Und die Bauern befolgten 
-den Rat ganz genau und brachten ihre Eggen nur mit dem Wagen oder dem 
-Eggenschlitten auf das Feld. So blieb das Dorf vor Feuer bewahrt bis 1891. 
-Nur 1841 brannte die vor dem Dorfe stehende Windmühle ab.  
- 
-Siehe auch: [[sagen:die_gebannte_scheune_vor_dem_calauer_tore_in_luckau|Die gebannte Scheune vor dem Calauer Tore in Luckau]] 
- 
-Aber nach 1891 
-mußte der Bann wohl durchbrochen worden sein. In diesem Jahre gingen viele 
-Häuser bei einem großen Brande verloren. 
- 
-//Quelle: E.H.Wusch: Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz// 
-{{tag>sagen niederlausitz zigeuner 1900 neuendorf feuer}} 
sagen/der_feuerbann_von_neuendorf.1579021056.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)