sagen:der_eichenbaum
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| - | ====== Der Eichenbaum (Gräve) ====== | ||
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| - | Am Eckhause des [[typ: | ||
| - | JOST KOE NICK | ||
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| - | Die Deutung davon ist leicht, indem sie nichts anders, als: Jost (Justus) König war Rektor 1511. bedeuten, und ist die über den Buchstaben W. R. stehende Figur nichts weiter, als die Chiffre des Steinmetzgers oder Baumeisters, | ||
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| - | Hier war also die Schule, ehe sie 1570 in’s Kloster verlegt wurde. Der knorrige Baum, der Schlüssel und der Kranz ist eine schöne Anspielung auf die Jugend, indem ersterer auf das Rohe und Ungebildete der Schüler deutet, welches abgeschliffen werden muß, wobei Einem unwillkürlich das | ||
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| - | Multa tulit fecitque puer, sudavit et alsit etc.((Die Alten haben diesen Vers mit: "Ein junger Herr viel leiden muß, eh’ aus ihm wird ein Dominus." | ||
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| - | beifallen muß, der Schlüssel deutet auf das Erschließen der Köpfe und der oberhalb sich schlingende Kranz mit üppigen Blättern zeigt die Belohnung an, welche der Thätigkeit und dem Fleiße harret. | ||
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| - | So wußten unsre Vorfahren bildlich zu lehren, zu ermahnen und den Lohn zu zeigen, der Beharrlichkeit krönt, auch fand man vor Zeiten in den gelehrten Schulstuben Tafeln mit Sittensprüchen aufgehangen. | ||
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| - | //Quelle: Heinrich Gottlob Gräve: Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz. Reichel, Bautzen 1839, Seite 161; [[https:// | ||
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sagen/der_eichenbaum.1663759697.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
