sagen:der_ausgehende_rauch
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| - | ====== Der ausgehende Rauch ====== | ||
| - | Prätorius Weltbeschr. II. 161. | ||
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| - | Zu Hersfeld dienten zwei Mägde in einem Haus, die pflegten jeden Abend, eh sie zu Bette schlafen gingen, eine Zeitlang in der Stube stillzusitzen. Den Hausherrn nahm das endlich Wunder, er blieb daher einmal auf, verbarg sich im Zimmer und wollte die Sache ablauern. Wie die Mägde nun sich beim Tisch allein sitzen sahen, hob die eine an und sagte: | ||
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| - | „Geist thue dich entzücken \\ | ||
| - | und thue jenen Knecht drücken!“ | ||
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| - | Drauf stieg ihr und der andern Magd gleichsam ein schwarzer Rauch aus dem Halse und kroch zum Fenster hinaus; die Mägde fielen zugleich in tiefen Schlaf. Da ging der Hausvater zu der einen, rief sie mit Namen und schüttelte sie, aber vergebens, sie blieb unbeweglich. Endlich ging er davon und ließ sie, des Morgens darauf war diejenige Magd todt, die er gerüttelt hatte, die andere aber, die er nicht angerührt, blieb lebendig. | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 336, 1816// | ||
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sagen/der_ausgehende_rauch.1580314941.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
