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sagen:das_wannenmaennchen_von_muenstereifel

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 Das Wannenmännchen konnte nicht umhin, dem klugen Hannes Recht zu geben und froh darüber, nach so langem Schweigen wieder sprechen zu dürfen, öffnete es den Mund zu folgender Schlussrede: „Die Wanne, lieber Hannes, sollt Ihr haben; wenn Euer Herz aber nach Schätzen verlangt, dann müsst Ihr auf die andere Seite von [[geo:eschweilerbm|Eschweiler]] ins Rhintal gehen, allwo die alte Heidenstadt [[geo:mataska|Mataska]] versunken liegt, und wo nicht fern an der Römerstraße auf dem Kuttenberge die Kriegskasse des Römerheidenkaisers [[vip:juliuscaesar|Julius Cäsar]] von dem Gespensterreiter auf einem Schimmel bewacht wird. Dort haben die alten Heiden die Leichen ihrer Toten verbrannt und die Überreste in Töpfen in die Erde begraben.“ Das Wannenmännchen konnte nicht umhin, dem klugen Hannes Recht zu geben und froh darüber, nach so langem Schweigen wieder sprechen zu dürfen, öffnete es den Mund zu folgender Schlussrede: „Die Wanne, lieber Hannes, sollt Ihr haben; wenn Euer Herz aber nach Schätzen verlangt, dann müsst Ihr auf die andere Seite von [[geo:eschweilerbm|Eschweiler]] ins Rhintal gehen, allwo die alte Heidenstadt [[geo:mataska|Mataska]] versunken liegt, und wo nicht fern an der Römerstraße auf dem Kuttenberge die Kriegskasse des Römerheidenkaisers [[vip:juliuscaesar|Julius Cäsar]] von dem Gespensterreiter auf einem Schimmel bewacht wird. Dort haben die alten Heiden die Leichen ihrer Toten verbrannt und die Überreste in Töpfen in die Erde begraben.“
  
-So sprach das Männchen, verunsichtbarte sich und ließ dem Hannes eine mit Weizen wohlgefüllte Wanne zurück. Den Weizen nun schüttete Hannes, da eben der letzte Mahlgang abgelaufen war, flugs auf; denn der Gespensterweizen sah nicht anders aus wie guter Weizen, den die Bauern auf ihrem Acker ziehen. Damit hatte aber Hannes, ohne es zu wissen, eine große Dummheit begangen, denn seit jener Zeit wurden die Brötchen immer kleiner und kleiner. Während früher ein Mann sich an einem einzigen Brötchen herzhaft satt essen konnte, reichen jetzt viele nicht mehr aus. Das kommt von dem Geistermehle des guten [[vip:mahlhannes|Mahlhannes]], das die Bäcker allzu reichlich brauchen. Je mehr Gespenstermehl sie zu dem gewöhnlichen nehmen, umso kleiner und geisterhafter werden die Brötchen.+So sprach das Männchen, verunsichtbarte sich und ließ dem Hannes eine mit Weizen wohlgefüllte Wanne zurück. Den Weizen nun schüttete Hannes, da eben der letzte Mahlgang abgelaufen war, flugs auf; denn der Gespensterweizen sah nicht anders aus wie guter Weizen, den die Bauern auf ihrem Acker ziehen. Damit hatte aber Hannes, ohne es zu wissen, eine große Dummheit begangen, denn seit jener Zeit wurden die Brötchen immer kleiner und kleiner. Während früher ein Mann sich an einem einzigen Brötchen herzhaft satt essen konnte, reichen jetzt viele nicht mehr aus. Das kommt von dem Geistermehle des guten [[wesen:mahlhannes|Mahlhannes]], das die Bäcker allzu reichlich brauchen. Je mehr Gespenstermehl sie zu dem gewöhnlichen nehmen, umso kleiner und geisterhafter werden die Brötchen.
  
 Die Wanne aber zeigte Hannes mit Stolz seinen Besuchern und sie hörten sich mit Grausen die Geschichte vom Wannenmännchen an, und da war keiner, der bei einem so deutlich sichtbaren Beweise, wie die vom Gespenste zurückgelassene Wanne, an der Wahrheit des Berichtes gezweifelt hätte. Bis auf einen Besucher aus der Reichs- und Hauptstadt Münstereifel. Das war einer von den Aufgeklärten, der jedenfalls wenig oder gar keinen Geist besaß. So begann er in der Mühle, als er die Geschichte hörte, haarklein zu beweisen, dass es keine Geister gäbe und Gespenster erst recht nicht. Ein Wannenmännchen ohne Kopf, wovon doch alle Welt um und in Münstereifel zu erzählen wusste – wenn auch nur die Altvorderen ihn gesehen -, gebe es auch nicht. Er habe keine Furcht auch nicht vor dem Teufel, denn der existiere auch nicht, usw., usw. Die Wanne aber zeigte Hannes mit Stolz seinen Besuchern und sie hörten sich mit Grausen die Geschichte vom Wannenmännchen an, und da war keiner, der bei einem so deutlich sichtbaren Beweise, wie die vom Gespenste zurückgelassene Wanne, an der Wahrheit des Berichtes gezweifelt hätte. Bis auf einen Besucher aus der Reichs- und Hauptstadt Münstereifel. Das war einer von den Aufgeklärten, der jedenfalls wenig oder gar keinen Geist besaß. So begann er in der Mühle, als er die Geschichte hörte, haarklein zu beweisen, dass es keine Geister gäbe und Gespenster erst recht nicht. Ein Wannenmännchen ohne Kopf, wovon doch alle Welt um und in Münstereifel zu erzählen wusste – wenn auch nur die Altvorderen ihn gesehen -, gebe es auch nicht. Er habe keine Furcht auch nicht vor dem Teufel, denn der existiere auch nicht, usw., usw.
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