Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:das_steinerne_kreuz_zu_kommerau

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
sagen:das_steinerne_kreuz_zu_kommerau [2022/09/21 12:15] – ewuschsagen:das_steinerne_kreuz_zu_kommerau [2024/01/31 08:32] (aktuell) – gelöscht ewusch
Zeile 1: Zeile 1:
-[[sagen:moench_und_nonne|<<< vorherige Seite]] | [[buch:volkssagen_und_volksthuemliche_denkmale_aus_der_lausitz|Volkssagen und volksthümliche Denkmale aus der Lausitz]] | [[sagen:der_heidut|nächste Seite >>>]] 
  
-====== Das steinerne Kreuz zu Kommerau ====== 
- 
- 
-Wenn man von [[geo:bautzen|Budissin]] durch das bei [[geo:Königswartha]] gelegene Dorf [[geo:commerau|Kommerau]] auf dem Fahrwege kommt, so findet sich in der Dorfgasse rechts ein [[typ:Stein]] mit einem eingehauenen schwarzen Kreuze. Die Ursache dieses Denkmals ist: 
- 
-George Michauck, Bauer im besagten Dorfe, heirathete im J. 1829 Hanna, einzige Tochter Johann Domaschke’s, Bauers und Richters daselbst. Der bei Letzterm dienende Knecht, Michael Werner, hatte schon vor ihrer [[typ:hochzeit|Verheirathung]] mit ihr Bekanntschaft gehabt und sie, als ein unverständiges sechszehenjähriges Mädchen, war ihm mehr, als ihrem Manne gewesen; daher kein Wunder, daß jene Ehe nicht unter die glücklichsten gehörte, welches sich auch bald dadurch deutlich zeigte, daß die junge Frau ihren Ehemann verließ und in das älterliche Haus zurückkehrte.  
- 
-Sie drang auf Scheidung, welche nicht erfolgte; vielmehr wurde sie zu ihrem Manne zurückgewiesen, bei dem sie jedoch nur wenige Tage blieb und sich wiederum zu ihren Aeltern begab. Der verbotene Umgang wurde fortgesetzt, dessen Folge ein todtgeborner Knabe war, den Werner auf dem königswarther Kirchhofe verscharrte; und da sie sich abermals in gesegneten Umständen fühlte, wurde – wahrscheinlich von Beiden – der Beschluß gefaßt, Michauck aus dem Wege zu räumen, sich dann zu [[typ:hochzeit|heirathen]] und die [[typ:mord|Mordthat]] durch Beten zu verbüßen.  
- 
-Am 28. Jänner 1835 Abends in der achten Stunde führte Werner auf dem Platze, wo sich das Kreuz befindet, an Michauck – den eine mit dem Vorhaben ganz unbekannte Auszüglerin, bei der sich dessen Frau zu Rocken befand – unter dem Vorgeben, daß er zu ihr kommen und sich aussöhnen möchte, abrief, seinen Plan aus. 
- 
-Werner wurde am 8. Jänner 1836 mit dem Schwerte [[typ:köpfen|hingerichtet]].  
- 
-//Quelle: Heinrich Gottlob Gräve: Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz. Reichel, Bautzen 1839, Seite 119; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Volkssagen_und_volksthuemliche_Denkmale_der_Lausitz_119.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
----- 
-{{tag>sagen gräve volkssagenundvolksthumlausitz commerau stein hochzeit untreu mord köpfen 1835 oberlausitz}} 
sagen/das_steinerne_kreuz_zu_kommerau.1663755338.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)