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sagen:das_kreuz_unfern_liebenau_bei_kamenz

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 ====== Das Kreuz unfern Liebenau bei Kamenz ====== ====== Das Kreuz unfern Liebenau bei Kamenz ======
  
-Ueber dem 1/2 Stunde von [[geo:kamenz|Kamenz]] entfernten Dorfe [[geo:liebenau|Liebenau]], wo der Weg nach Schönbach führt, befindet sich linker Hand in dem daselbst gelegenen Busche, ein ziemlich großes Kreuz von Granitstein, auf dem ein Schwert - welches sich jedoch wegen der Verwitterung schwer erkennen läßt - eingehauen ist. Darüber folgende Sage: +Ueber dem 1/2 Stunde von [[geo:kamenz|Kamenz]] entfernten Dorfe [[geo:liebenau|Liebenau]], wo der Weg nach Schönbach führt, befindet sich linker Hand in dem daselbst gelegenen Busche, ein ziemlich großes [[ding:suehnekreuz|Kreuz von Granitstein]], auf dem ein Schwert - welches sich jedoch wegen der Verwitterung schwer erkennen läßt - eingehauen ist. Darüber folgende Sage:
-{{ http://www.suehnekreuz.de/sachsen/pic/LIEBENA2.gif?200}}+
  
-Als am 12. Mai des 1633. Jahres [[geo:kamenz|Kamenz]] von den kaiserlichen Truppen besetzt und gebrandschatzt wurde, befand sich unter einem Reiterregiment derselben ein Rittmeister, der, wenn er gleich selbst an Gestalt weder ein Melager, Antionous oder Adonis gewesen sein soll - doch eine schöne wunderliebe Frau hatte. Ob ihn nun gleich diese sittsame, Treue, ihm ins Kriegsgetümmel gefolgte Gattin keine Veranlassung zur Eifersucht gab und in Allen und Jeden das kleinste Winken seiner Augenlieder als Befehl befolgte, so war er doch - wie es die Art aller häßlichen Männer, die reizende Weiber besitzen, sein soll - so eifersüchtig wie ein Tyger. +Als am 12. Mai des 1633. Jahres Kamenz von den kaiserlichen Truppen besetzt und gebrandschatzt wurde, befand sich unter einem Reiterregiment derselben ein Rittmeister, der, wenn er gleich selbst an Gestalt weder ein Melager, Antionous oder Adonis gewesen sein soll - doch eine schöne wunderliebe Frau hatte. Ob ihn nun gleich diese sittsame, Treue, ihm ins Kriegsgetümmel gefolgte Gattin keine Veranlassung zur Eifersucht gab und in Allen und Jeden das kleinste Winken seiner Augenlieder als Befehl befolgte, so war er doch - wie es die Art aller häßlichen Männer, die reizende Weiber besitzen, sein soll - so eifersüchtig wie ein Tyger. 
  
 Vorzüglich fiel sein Verdacht auf einen jungen, artigen, ebenso schönen, als tapferen Kornet, von welchem er wähnte, daß er Gnade von seiner Frau´n Augen gefunden habe. Nichts vermochte er ihm, - der pünktlich in seinem Dienste war - vorwerfen oder wegen nur der geringsten Aufmerksamkeit seine Gemahlin bezüchtigen, daher er sich nur begnügen konnte, seinem vermeintlichen Rival - um sich seiner baldigst entledigen zu können - die gewagtesten Handstreiche zu übertragen oder an die bedenklichsten Posten zu stellen, zu seinem größten Aerger aber sehen mußte, wie Alles mit kluger Vorsicht entworfen und mit kühnem Muthe ausgeführt wurde und der dem Tode Geweihte stets mit frischen Lorbeeren zurückkehrte. Vorzüglich fiel sein Verdacht auf einen jungen, artigen, ebenso schönen, als tapferen Kornet, von welchem er wähnte, daß er Gnade von seiner Frau´n Augen gefunden habe. Nichts vermochte er ihm, - der pünktlich in seinem Dienste war - vorwerfen oder wegen nur der geringsten Aufmerksamkeit seine Gemahlin bezüchtigen, daher er sich nur begnügen konnte, seinem vermeintlichen Rival - um sich seiner baldigst entledigen zu können - die gewagtesten Handstreiche zu übertragen oder an die bedenklichsten Posten zu stellen, zu seinem größten Aerger aber sehen mußte, wie Alles mit kluger Vorsicht entworfen und mit kühnem Muthe ausgeführt wurde und der dem Tode Geweihte stets mit frischen Lorbeeren zurückkehrte.
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 Mit diesen Worten hemmte das dem Munde entstürzende Blut seine Sprache. - Er war nicht mehr. Mit diesen Worten hemmte das dem Munde entstürzende Blut seine Sprache. - Er war nicht mehr.
  
-Von diesem Augenblick an trieb es den Obersten unstät und flüchtig umher, nirgends fand er Ruhe, denn Tag und Nacht schwebte der blutige, bleiche Schatten seiner Gattin vor der Seele des Trostlosen. Endlich führte der Dinge Wechsel sein Regiment wiederum nach Kamenz; er eilte an die Stelle, wo er die Schuldlose geopfert hatte, fiel mit den Worten: "Ewige Einung mit Dir!" in sein Schwer, wurde am Morgen entseelt gefunden und ihm zum Andenken jener typ:steinStein mit eingehauenem Schwert errichtet.+Von diesem Augenblick an trieb es den Obersten unstät und flüchtig umher, nirgends fand er Ruhe, denn Tag und Nacht schwebte der blutige, bleiche Schatten seiner Gattin vor der Seele des Trostlosen. Endlich führte der Dinge Wechsel sein Regiment wiederum nach Kamenz; er eilte an die Stelle, wo er die Schuldlose geopfert hatte, fiel mit den Worten: "Ewige Einung mit Dir!" in sein Schwer, wurde am Morgen entseelt gefunden und ihm zum Andenken jener Stein mit eingehauenem Schwert errichtet.
  
 //Quelle: "Heimat und Fremde", Jhrg. 1842// //Quelle: "Heimat und Fremde", Jhrg. 1842//
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-{{tag>sagen oberlausitz liebenau stein kreuz mord 1700 unbekannt}}+{{tag>sagen swusch oberlausitz liebenau oberst rittmeister steinkreuz suehnekreuz mord 30jährigerkrieg 1633 1638 v2}}
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