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sagen:das_goldfeuerchen

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 ====== Das Goldfeuerchen ====== ====== Das Goldfeuerchen ======
  
 +    Mündliche Überlieferung (in Dialekt) um 1900 von Frau Glöckner, Münstereifel
 +    Gottfried Henßen: Sagen, Märchen und Schwänke des Jülicher Landes, 1955; 
 +    Aus dem Nachlass Heinrich Hoffmanns
  
-von Gottfried Henßen1955+Am Rathaus zu [[geo:badmuenstereifel|Münstereifel]] wollte ein Dienstmädchen zur Frühmesse gehen. Da sieht siedass am Rathaus ein Feuerchen brennt. Schnell holt sie sich eine Kohlenschaufel, nimmt eine Schaufel voll glühender Kohlen und schüttet diese auf die Feuerstelle. Damals kannte man den Küchenherd noch nicht. Nun setzt das Mädchen Kaffeewasser auf und läuft zur Kirche.
  
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-Am Rathaus zu Münstereifel wollte ein Dienstmädchen zur Frühmesse gehen. Da sieht sie, dass am Rathaus ein Feuerchen brennt. Schnell holt sie sich eine Kohlenschaufel, nimmt eine Schaufel voll glühender Kohlen und schüttet diese auf die Feuerstelle. Damals kannte man den Küchenherd noch nicht. Nun setzt das Mädchen Kaffeewasser auf und läuft zur Kirche. 
 Wie sie aus der Kirche kommt, sieht sie, dass die Kohlen nicht verbrannt sind. Es waren reine Goldstücke. Sie wundert sich und erzählt es ihrem Dienstherrn. Dieser, nicht faul, rafft die Goldstücke zusammen. Da sagt das Mädchen: Ich will aber auch etwas von dem Geld haben. Aber der Herr nahm das ganze Gold, behielt es für sich und schickte das Mädchen fort. Das war aber doch nicht richtig?! Wie sie aus der Kirche kommt, sieht sie, dass die Kohlen nicht verbrannt sind. Es waren reine Goldstücke. Sie wundert sich und erzählt es ihrem Dienstherrn. Dieser, nicht faul, rafft die Goldstücke zusammen. Da sagt das Mädchen: Ich will aber auch etwas von dem Geld haben. Aber der Herr nahm das ganze Gold, behielt es für sich und schickte das Mädchen fort. Das war aber doch nicht richtig?!
-Hätte das Mädchen an dem Herdfeuer gesprochen, dann hätte der Geist, der in dem Feuerchen war und es beschützte, das Mädchen umgebracht. Nun hatte es aber geschwiegen und konnte sich daher das Gold nehmen. Der Mann, muss deswegen mit dem Geld kein Glück gehabt haben. 
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-Mündliche Überlieferung (in Dialekt) um 1900 von Frau GlöcknerMünstereifel. +Hätte das Mädchen an dem Herdfeuer gesprochendann hätte der [[wesen:feuermann|Geist]]der in dem Feuerchen war und es beschütztedas Mädchen umgebrachtNun hatte es aber geschwiegen und konnte sich daher das Gold nehmenDer Mannmuss deswegen mit dem Geld kein Glück gehabt haben.
-InGottfried Henßen: SagenMärchen und Schwänke des Jülicher Landes1955Aus dem Nachlass Heinrich HoffmannsÜbersetzung in: Sophie Lange: Im Dunkel der Nacht2001, Seite 67 +
-https://www.sophie-lange.de/sagen-aus-bad-muenstereifel-und-umgebung/index.php+
  
-{{tag>neu sophielange eifel badmuenstereifel}}+//Quelle:  [[autor:sophielange|Sophie Lange]]: [[buch:im_dunkel_der_nacht|Im Dunkel der Nacht]], 2001, Seite 67; 
 +[[https://www.sophie-lange.de/sagen-aus-bad-muenstereifel-und-umgebung/index.php|www.sophie-lange.de]]// 
 +---- 
 +{{tag>sagen internet sophielange imdunkeldernacht eifel badmuenstereifel schatz geist kohle v2}}
sagen/das_goldfeuerchen.1593717830.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)