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sagen:das_dreigroschenstueck_vom_bergmoench

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 ====== Das Dreigroschenstück vom Bergmönch ====== ====== Das Dreigroschenstück vom Bergmönch ======
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 Vor langer Zeit wohnte eine Witwe unten in [[geo:Zellerfeld]], die hieß L. und ging ins Land, kaufte dort Butter, Eier, Schinken, Flachs und dergleichen und verkaufte es hier wieder. Mit dem Handel ernährte sie sich und ihre Kinder. Vor langer Zeit wohnte eine Witwe unten in [[geo:Zellerfeld]], die hieß L. und ging ins Land, kaufte dort Butter, Eier, Schinken, Flachs und dergleichen und verkaufte es hier wieder. Mit dem Handel ernährte sie sich und ihre Kinder.
  
-Einmal, es war im Herbst, ging sie schon früh um drei Uhr mit der Laterne fort und wollte nach [[geo:Münchehof]]. Kurz vor Grund kam ihr ein Wagen entgegen, darin saß ein Geschworener, denn er hatte solch Zeug angehabt und hielt ein großes flackerndes Unschlittlicht in der Hand. Die Frau bot ihm freundlich einen Guten Morgen. Der Geschworene dankte auch freundlich wieder und fragte, wohin sie so früh schon wolle. Sie sagte, nach Münchehof, sie müsse für ihre Kinder sorgen, ihr Mann wäre voriges Jahr in Stücken nach Hause gebracht worden. Nun müsse sie ihre sechs Kinder ernähren und da dürfe sie keinen Augenblick versäumen, müsse des Morgens früh und des Abends spät auf den Strümpfen sein, und keine Arbeit scheuen. Da griff der Geschworene in die Tasche, gab ihr ein [[typ:Dreigroschenstück]] und sprach: »Kauft Euren Kindern dafür Brot.«+Einmal, es war im Herbst, ging sie schon früh um drei Uhr mit der Laterne fort und wollte nach [[geo:Münchehof]]. Kurz vor Grund kam ihr ein Wagen entgegen, darin saß ein Geschworener, denn er hatte solch Zeug angehabt und hielt ein großes flackerndes Unschlittlicht in der Hand. Die Frau bot ihm freundlich einen Guten Morgen. Der Geschworene dankte auch freundlich wieder und fragte, wohin sie so früh schon wolle. Sie sagte, nach Münchehof, sie müsse für ihre Kinder sorgen, ihr Mann wäre voriges Jahr in Stücken nach Hause gebracht worden. Nun müsse sie ihre sechs Kinder ernähren und da dürfe sie keinen Augenblick versäumen, müsse des Morgens früh und des Abends spät auf den Strümpfen sein, und keine Arbeit scheuen. Da griff der Geschworene in die Tasche, gab ihr ein Dreigroschenstück und sprach: »Kauft Euren Kindern dafür Brot.«
  
 Die Frau bedankte sich und sagte Adieu, und der Geschworene fuhr weiter. Als es Tag wurde, besah sie das Geldstück, es war neu, blank und sah Schlägel und Eisen darauf, und ein merkwürdiges Wappen, wie ein Mönch. Sie hatte nichts Arges daraus, ging nach Münchehof, kaufte ein und gab auch das Dreigroschenstück mit aus. Danach ging sie wieder zurück. Unterwegs wurde sie hungrig und wünschte sich, hätte sie nur noch ein paar Pfennige, so würde sie sich dafür etwas Brot kaufen. Von ungefähr griff sie in die Tasche und fand ihr Dreigroschenstück darin, das ihr der Geschworene gegeben hatte. Sie freute sich darüber, hatte nichts Arges daraus, kaufte sich in Grund etwas Brot und Wurst und gab das Geld dafür hin, bekamt auch noch etwas davon zurück. Dazumal war noch alles sehr wohlfeil gewesen.  Die Frau bedankte sich und sagte Adieu, und der Geschworene fuhr weiter. Als es Tag wurde, besah sie das Geldstück, es war neu, blank und sah Schlägel und Eisen darauf, und ein merkwürdiges Wappen, wie ein Mönch. Sie hatte nichts Arges daraus, ging nach Münchehof, kaufte ein und gab auch das Dreigroschenstück mit aus. Danach ging sie wieder zurück. Unterwegs wurde sie hungrig und wünschte sich, hätte sie nur noch ein paar Pfennige, so würde sie sich dafür etwas Brot kaufen. Von ungefähr griff sie in die Tasche und fand ihr Dreigroschenstück darin, das ihr der Geschworene gegeben hatte. Sie freute sich darüber, hatte nichts Arges daraus, kaufte sich in Grund etwas Brot und Wurst und gab das Geld dafür hin, bekamt auch noch etwas davon zurück. Dazumal war noch alles sehr wohlfeil gewesen. 
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 //Quelle: [[https://www.geisterspiegel.de/?p=36434#more-36434|www.geisterspiegel.de]]; "[[buch:sagenmaerchenoberharz|Sagen und Märchen aus dem Oberharz]]", gesammelt und herausgegeben von [[autor:augustey|August Ey]] im Jahre 1862// //Quelle: [[https://www.geisterspiegel.de/?p=36434#more-36434|www.geisterspiegel.de]]; "[[buch:sagenmaerchenoberharz|Sagen und Märchen aus dem Oberharz]]", gesammelt und herausgegeben von [[autor:augustey|August Ey]] im Jahre 1862//
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