sagen:das_dreigroschenstueck_vom_bergmoench
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| - | Vor langer Zeit wohnte eine [[typ:Witwe]] unten in [[geo: | + | Vor langer Zeit wohnte eine Witwe unten in [[geo: |
| - | Einmal, es war im Herbst, ging sie schon früh um drei Uhr mit der [[typ:Laterne]] fort und wollte nach [[geo: | + | Einmal, es war im Herbst, ging sie schon früh um drei Uhr mit der Laterne fort und wollte nach [[geo: |
| - | Die Frau bedankte sich und sagte Adieu, und der Geschworene fuhr weiter. Als es Tag wurde, besah sie das Geldstück, es war neu, blank und sah [[typ:Schlägel]] und Eisen darauf, und ein merkwürdiges | + | Die Frau bedankte sich und sagte Adieu, und der Geschworene fuhr weiter. Als es Tag wurde, besah sie das Geldstück, es war neu, blank und sah Schlägel und Eisen darauf, und ein merkwürdiges Wappen, wie ein Mönch. Sie hatte nichts Arges daraus, ging nach Münchehof, kaufte ein und gab auch das Dreigroschenstück mit aus. Danach ging sie wieder zurück. Unterwegs wurde sie hungrig und wünschte sich, hätte sie nur noch ein paar Pfennige, so würde sie sich dafür etwas Brot kaufen. Von ungefähr griff sie in die Tasche und fand ihr Dreigroschenstück darin, das ihr der Geschworene gegeben hatte. Sie freute sich darüber, hatte nichts Arges daraus, kaufte sich in Grund etwas Brot und Wurst und gab das Geld dafür hin, bekamt auch noch etwas davon zurück. Dazumal war noch alles sehr wohlfeil gewesen. |
| - | Als sie zu Hause ankam, musste sie [[typ:Öl]] kaufen, griff in die Tasche und siehe, da hatte sie das neue Dreigroschenstück mit dem Schlägel und Eisen wieder in der Hand. Da fiel es ihr auf und sie wusste nicht, wie das zuging. Sie meinte, sie hatte es in Grund ausgegeben und doch war es wieder da. Endlich dachte sie, du kannst dich doch geirrt haben und gab es nun für Öl aus, bekam wieder etwas zurück. So ging es noch ein, zwei, drei und viermal, immer war das Dreigroschenstück wieder in ihrer Tasche. Da sie sich nun nicht daraus zu finden wusste, erzählte sie es ihrer Nachbarin und die meinte, das [[typ:Geld]] hätte ihr wahrscheinlich der [[typ: | + | Als sie zu Hause ankam, musste sie Öl kaufen, griff in die Tasche und siehe, da hatte sie das neue Dreigroschenstück mit dem Schlägel und Eisen wieder in der Hand. Da fiel es ihr auf und sie wusste nicht, wie das zuging. Sie meinte, sie hatte es in Grund ausgegeben und doch war es wieder da. Endlich dachte sie, du kannst dich doch geirrt haben und gab es nun für Öl aus, bekam wieder etwas zurück. So ging es noch ein, zwei, drei und viermal, immer war das Dreigroschenstück wieder in ihrer Tasche. Da sie sich nun nicht daraus zu finden wusste, erzählte sie es ihrer Nachbarin und die meinte, das Geld hätte ihr wahrscheinlich der [[wesen: |
| - | »Nein«, sagt die Witwe. Wenn das wäre, so würde sie es um keinen Preis der Welt behalten, mit solcher | + | »Nein«, sagt die Witwe. Wenn das wäre, so würde sie es um keinen Preis der Welt behalten, mit solcher Hexerei wolle sie nichts zu tun haben. Darauf hing sie ihren runden Mantel um, ging zu dem Mühlenteich und warf das Dreigroschenstück hinein. |
| Wer es haben will, kann es sich in dem Schlamm suchen, wird aber lange zu klauben haben. | Wer es haben will, kann es sich in dem Schlamm suchen, wird aber lange zu klauben haben. | ||
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