sagen:das_dreibeinige_blaek_zu_sallgast
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| - | ====== Das dreibeinige Bläk zu Sallgast ====== | ||
| - | In früheren Jahren war es weit bekannt, daß sich am Neuen Teich das dreibeinige | ||
| - | Bläk aufhielt und den Menschen allerlei Possen spielte. Ein Bauer aus Lieskau holte | ||
| - | regelmäßig sein Mehl und die Kolonialwaren vom Sallgaster Bäcker. | ||
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| - | So kam er auch | ||
| - | an einem Abend, kurz vor Weihnachten, | ||
| - | backen zu kaufen. Der Bäcker frug ihn, ob er sich nicht vor dem dreibeinigen Bläk | ||
| - | am Neuen Teich fürchte. Er aber meinte, das beiße nicht und so fuhr er wohlgemut | ||
| - | mit seiner Karre in der Dunkelheit nach Hause. | ||
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| - | Am Neuen Teich verlor er das Rad von seiner Karre, ohne daß er es merkte. Aus | ||
| - | Furcht vor dem Bläk aber lief er mit seiner Karre immer schneller nach Lieskau zu; | ||
| - | denn er glaubte, daß Bläk sei auf seinen Mehlsack gesprungen. Das die Karre ohne | ||
| - | Rad und mit dem Gespenst darauf sehr schwer ging, kann man sich wohl vorstellen. | ||
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| - | Als er endlich schweißtriefend nach Hause kam, lief er in die Küche und rief: „ Das | ||
| - | schöne Mehl“. Die Frau faßte sich das Herz und lief mit der brennenden Laterne | ||
| - | hinaus und sah nun die ganze Bescherung. | ||
| - | //Quelle: E.H.Wusch: Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz// | ||
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