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sagen:das_alte_dorf_bei_kaden

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-Das Alte Dorf bei Kaden +
-Eine Feldmark bei Kaden wird Altes Dorf genannt. Hier wohnten einstmals kleine +
-Leute, die gegen jedermann freundlich und immer hilfsbereit waren. Sie hatten eine +
-ganz frühe Sprache, die nur schwer verständlich war. Zu Kindstaufen holten die +
-Luttchen die großen Menschen zu Gevattern. Auch die Feste der großen Menschen +
-feierten sie gern mit. Oftmals borgten sie sich von den Menschen Butterfässer. Aus +
-Holz konnten sie nichts machen. All ihre Gefäße waren aus Ton. Die Scherben ihrer +
-Gefäße gruben die Luttchen ein. Ihre Toten verbrannten die Luttchen und deren +
-Asche wurde in großen Tongefäßen beigesetzt. Neben diese Urnen setzten sie +
-kleine Näpfe, welche mit den Tränen der Hinterbliebenen gefüllt waren. Die +
-Urnenstätten findet man immer in größeren Ansammlungen und stets sind sie in +
-Steine gepackt. +
-Als die Christen Glocken auf ihre Kirchtürme hängten, zogen die Luttchen nach dem +
-Luckschen Busch zu. Sie konnten das Geläut nicht ertragen. Auf der entvölkerten +
-Luttchendorfstelle bauten nun die Christen ihre Heimstätte. In einem Krieg zerstörte +
-der Feind dieses Dorf und tötete seine Bewohner. Bald wuchs Gesträuch und ein +
-Wald über der Dorfstätte, welche die Kadener bis auf den heutigen Tag das „Alte +
-Dorf“ nennen. Die Seelen der seinerzeit grausam Getöteten sollen jedoch noch jetzt +
-dort umgehen. +
-//Quelle: E.H.Wusch: Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz// +
-{{tag>sagen niederlausitz zwerg neu}}+
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