sagen:crothilds_verlobung
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| - | ====== Crothilds Verlobung ====== | ||
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| - | Dem Könige Chlodowich hatten seine Botschafter von der Schönheit Crothildens, | ||
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| - | Er selbst aber nahm das Kleid eines Bettlers an, begab sich nach dem Hof, und forschte, wie er mit seiner künftigen Herrin ein Gespräch halten könnte. Dazumal war Burgund schon christlich, Franken aber noch nicht. Crothild ging nun, weil es eben Sonntag war, in die Messe, ihr Gebet zu verrichten; und Aurelian stellte sich zu den übrigen Bettlern vor die Thüre hin, und wartete, bis sie herauskäme. Wie also die Messe vorüber war, trat die Jungfrau aus der Kirche, und gab, der Sitte nach, den Armen Almosen. {{ https:// | ||
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| - | Aurelian näherte sich und bettelte. Als ihm nun Crothild einen Goldgulden reichte, erfaßte er ihre bloße Hand unter dem Mantel hervor, und drückte sie an seinen Mund zum Kuß. Mit jungfräulicher Schaamröthe übergossen, | ||
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| - | Auf angestellte Untersuchung wurde er dennoch wieder entdeckt, und dem Gast zugestellt; der nun, der geschehenen Verlobung sicher und gewiß, die Gaben der Jungfrau zustellte. Sie aber sprach dieses: „nicht ziemt’s einer Christenfrau, | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 2, S. 81-83, 1818// | ||
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sagen/crothilds_verlobung.1577540204.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
