sagen:carl_belagert_pavia
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| - | Während jener Belagerung schrieb nun die Königstochter einen Brief an König Carl, und schoß ihn auf einer Armbrust über den Fluß Tessino; in dem Brief stand: „wenn sie der König zum Ehegemahl nehmen wolle, werde sie ihm die Stadt und den Schatz ihres Vaters überliefern.“ | ||
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| - | Carl antwortete ihr so, daß die Liebe der Jungfrau nur noch stärker entzündet wurde. Sie stahl unter dem Haupt ihres schlafenden Vaters die Schlüssel der Stadt, und meldete dem Frankenkönig, | ||
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| - | Über dem Gewieher der Rosse erwachte Adelgis, zog sein Schwert, und tödtete viele Franken. Aber sein Vater verbot ihm, sich zu wehren, weil es Gottes Wille sey, die Stadt dem Feinde zu geben. Adelgis entfloh hierauf, und Carl nahm die Stadt und die königliche Burg in seinen Besitz. | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 2, S. 114-115, 1818// | ||
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sagen/carl_belagert_pavia.1579447194.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
