Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:capitel21-30

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:capitel21-30 [2024/01/25 18:03] ewuschsagen:capitel21-30 [2025/01/30 17:47] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 9: Zeile 9:
 In der nächsten Nacht kam die [[wesen:weissefrau|weiße Frau]] wieder. Da fragte der älteste Sohn: „Was störst Du mich jede Nacht im Schlafe?“ Sogleich erhob die weiße Frau drohend den Finger und sprach: „Diese Worte werden Dir leid thun.“ Darauf verschwand sie. Am andern Morgen wollte der jüngste Sohn seinen Bruder wecken. Da fand es sich, dass derselbe todt war.  In der nächsten Nacht kam die [[wesen:weissefrau|weiße Frau]] wieder. Da fragte der älteste Sohn: „Was störst Du mich jede Nacht im Schlafe?“ Sogleich erhob die weiße Frau drohend den Finger und sprach: „Diese Worte werden Dir leid thun.“ Darauf verschwand sie. Am andern Morgen wollte der jüngste Sohn seinen Bruder wecken. Da fand es sich, dass derselbe todt war. 
  
-Als in der folgenden Nacht die Frau, welche dieses Mal ein schwarzes Gewand trug, wieder erschien, sagte der jüngste Sohn: „Liebe Frau, sage mir doch, was ist Dein Begehr?“ Die Frau antwortete: „Hier hast Du einen schwarzen [[typ:Handschuh]]; mit dem geh morgen langsam durch den Garten. Wenn Du siehst, dass er sich in einen weißen verwandelt, so grabe an der Stelle, wo sich das zugetragen hat, nach.“ +Als in der folgenden Nacht die Frau, welche dieses Mal ein schwarzes Gewand trug, wieder erschien, sagte der jüngste Sohn: „Liebe Frau, sage mir doch, was ist Dein Begehr?“ Die Frau antwortete: „Hier hast Du einen schwarzen Handschuh; mit dem geh morgen langsam durch den Garten. Wenn Du siehst, dass er sich in einen weißen verwandelt, so grabe an der Stelle, wo sich das zugetragen hat, nach.“ 
  
 Am folgenden Tage ging der Sohn mit dem Handschuh in den Garten. Als der Handschuh unter einem Birnbaum weiß wurde, grub er daselbst nach. Es dauerte nicht lange, so stiess er auf einen kupfernen Kessel. In demselben lag ein Todtenkopf, welcher ganz mit Gold gefüllt war.  Am folgenden Tage ging der Sohn mit dem Handschuh in den Garten. Als der Handschuh unter einem Birnbaum weiß wurde, grub er daselbst nach. Es dauerte nicht lange, so stiess er auf einen kupfernen Kessel. In demselben lag ein Todtenkopf, welcher ganz mit Gold gefüllt war. 
Zeile 15: Zeile 15:
 //Quelle: [[autor:veckenstedt|Edmund Veckenstedt]]: [[buch:wendischesagen|Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche]]. Leuschner & Lubensky, Graz 1880// //Quelle: [[autor:veckenstedt|Edmund Veckenstedt]]: [[buch:wendischesagen|Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche]]. Leuschner & Lubensky, Graz 1880//
 ---- ----
-{{tag>sagen veckenstedt wendischesagen niederlausitz Vetschauspreewald weissefrau schlaf bett handschuh garten birnbaum schädel schatz}}+{{tag>sagen veckenstedt wendischesagen niederlausitz Vetschauspreewald weissefrau schlaf bett handschuh garten birnbaum schädel schatz v2}}
sagen/capitel21-30.1706202210.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)