sagen:bergmaennischesagen130
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| + | ====== Suggenthal ====== | ||
| + | In diesem Grund befanden sich vor Zeiten viele reiche Gold- und Silbergruben, | ||
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| + | Währenddessen ging der Pfarrer mit dem hochwürdigsten Gut am Schluss vorüber zu einem Kranken, wobei der vorangehende Messner üblicherweise schellte. | ||
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| + | Da wollten einige mit dem Tanz einhalten und niederknien, | ||
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| + | Nun ging es fort mit Spielen und Tanzen. Auf dem obersten Hof bei dem Kranken, der ein christlicher alter Mann war, angekommen, versah ihn der Pfarrer mit den heiligen Sakramenten und entfernte sich dann wieder in Begleitung des Messner. Nicht lange darauf schickte der Mann seinen 16-jährigen Sohn, welcher allein bei ihm war, an das Fenster, um nachzusehen, | ||
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| + | Die Antwort lautete: »Es kommt ein Wölkchen, so groß wie ein Hut, über den Schwarzenberg.« | ||
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| + | Noch zweimal musste der Sohn nach der Wolke schauen. Das erste Mal hinterbrachte er, sie sei so groß wie eine Wanne, das zweite Mal, sie habe die Größe eines Scheuertors. Da befahl ihm sein Vater, ihn geschwind auf den Lufer zu tragen, denn Gottes Gericht breche nun über das Tal herein. Nachdem sie auf dem Berg angelangt waren, setzen sie sich nieder und betrachteten das kohlschwarze Gewitter, welches inzwischen über das Tal sich zusammengezogen hatte und nun mit schrecklichen Blitzen, Donnerschlägen und einem ungeheuren Wolkenbruch sich entlud. Alle Gebäude, außer der Kirche und dem obersten Hof ,wurden entweder vom Wasser weggerissen oder von den einstürzenden Bergen bedeckt, sämtliche Gruben zerstört und von der ganzen Einwohnerschaft nur der alte Mann mit seinem Sohn und ein kleines Kind am Leben erhalten. Dieses Kind, ein Knäblein, schwamm in seiner Wiege mitten in der Flut. Bei ihm befand sich eine Katze. So oft die Wiege auf eine Seite sich neigte, sprang die Katze auf die entgegengesetzte und brachte so die Wiege wieder ins Gleichgewicht. Darüber gelangte diese glücklich bis unterhalb Buchholz, wo sie im Dold oder Wipfel einer hohen Eiche hängen blieb. Als der Baum wieder zugänglich geworden war, holte man sie herunter und fand Kind und Katze lebend und unverletzt. Da niemand wusste, wer des Knäblein Eltern gewesen waren, so nannte man es nach dem Gipfel des Baumes Dold, und dieser Name wird von seinen Abkömmlingen noch heute geführt. Nachdem das Wasser aus dem Tal abgelaufen war, fanden die Leute der Nachbarschaft viele Leichen, die sie noch erkannten. Auch stifteten sie für die Umgekommenen zahlreiche Seelenmessen. An der Kirche hatte das Wasser ein Zeichen seiner Höhe hinterlassen, | ||
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| + | Der ganze Grund, welcher bisher Reichenthal geheißen hatte, erhielt nun den Namen Sunkenthal. Daraus ist in der Folge Suggenthal geworden. | ||
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