sagen:bergmaennischesagen086
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| ====== Unverhofftes Wiedersehen ====== | ====== Unverhofftes Wiedersehen ====== | ||
| - | In Falun in [[land: | + | In Falun in [[land: |
| »Und Friede und Liebe soll darin wohnen«, sagte die schöne Braut mit holdem Lächeln, »dann bist du mein Einziges und mein Alles, und ohne dich möchte ich lieber im Grab sein als an einem anderen Ort. | »Und Friede und Liebe soll darin wohnen«, sagte die schöne Braut mit holdem Lächeln, »dann bist du mein Einziges und mein Alles, und ohne dich möchte ich lieber im Grab sein als an einem anderen Ort. | ||
| - | Als sie aber an Sankt Lucia der [[typ:Pfarrer]] zum zweiten Mal in der Kirche ausgerufen hatte: »So nun jemand Hindernis wüsste anzuzeigen, warum diese Personen nicht möchten ehelich zusammenkommen«, | + | Als sie aber an Sankt Lucia der Pfarrer zum zweiten Mal in der Kirche ausgerufen hatte: »So nun jemand Hindernis wüsste anzuzeigen, warum diese Personen nicht möchten ehelich zusammenkommen«, |
| - | Unterdessen wurde die Stadt Lissabon in Portugal durch ein Erdbeben zerstört, der Siebenjährige Krieg ging vorüber, Kaiser Franz I. starb, der Jesuitenorden wurde aufgehoben, Polen geteilt, die Kaiserin Maria Theresia starb, der Struensee wurde hingerichtet, | + | Unterdessen wurde die Stadt Lissabon in Portugal durch ein Erdbeben zerstört, der [[zeit: |
| - | Als aber die Bergleute in Falun im Jahr 1809 etwas vor oder nach Johannis zwischen zwei Schächten eine Öffnung durchgraben wollten, gute dreihundert Ellen tief unter dem Boden, gruben sie aus dem Schutt und Vitriolwasser den [[typ: | + | Als aber die Bergleute in Falun im Jahr 1809 etwas vor oder nach Johannis zwischen zwei Schächten eine Öffnung durchgraben wollten, gute dreihundert Ellen tief unter dem Boden, gruben sie aus dem Schutt und Vitriolwasser den Leichnam eines Jünglings heraus, der ganz mit Eisenvitriol durchdrungen, |
| - | Erst als sie sich von einer langen heftigen Bewegung des Gemüts erholt hatte, sagte sie endlich: »Es ist mein Verlobter, um den ich fünfzig Jahre lang getrauert hatte und den mich Gott noch einmal sehen lässt vor meinem Ende. Acht Tage vor der [[typ:Hochzeit]] ist er auf die [[typ:Grube]] gegangen und nimmer gekommen.» | + | Erst als sie sich von einer langen heftigen Bewegung des Gemüts erholt hatte, sagte sie endlich: »Es ist mein Verlobter, um den ich fünfzig Jahre lang getrauert hatte und den mich Gott noch einmal sehen lässt vor meinem Ende. Acht Tage vor der Hochzeit ist er auf die Grube gegangen und nimmer gekommen.» |
| - | Da wurden die Gemüter aller Umstehenden von Wehmut und Tränen ergriffen, als sie jetzt die ehemalige Braut sahen in der Gestalt des hingewelkten, | + | Da wurden die Gemüter aller Umstehenden von Wehmut und Tränen ergriffen, als sie jetzt die ehemalige Braut sahen in der Gestalt des hingewelkten, |
| Den anderen Tag, als das Grab gerüstet war auf dem Kirchhof und ihn die Bergleute holten, legte sie ihm das schwarzseidene Halstuch mit rotem Streifen um und begleitete ihn in ihrem Sonntagsgewand, | Den anderen Tag, als das Grab gerüstet war auf dem Kirchhof und ihn die Bergleute holten, legte sie ihm das schwarzseidene Halstuch mit rotem Streifen um und begleitete ihn in ihrem Sonntagsgewand, | ||
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