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sagen:berggeistriesengebirge03

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 »Gut«, antwortete Rübezahl, »dann lauf diesmal noch dahin. Ich schenke dir den Kram. Aber du kommst mir nicht wieder. Das sage ich dir.« »Gut«, antwortete Rübezahl, »dann lauf diesmal noch dahin. Ich schenke dir den Kram. Aber du kommst mir nicht wieder. Das sage ich dir.«
 Dem Schäfer fiel bei diesen Worten ein Zentnerstein vom Herzen. Er sah, wie Rübezahl davonging, sich noch einmal mit drohender Gebärde umdrehte und dann in einem Geklüft verschwand. Rasch fasste er seinen Korb und verließ den unheimlichen Garten, so schnell er konnte. Dem Schäfer fiel bei diesen Worten ein Zentnerstein vom Herzen. Er sah, wie Rübezahl davonging, sich noch einmal mit drohender Gebärde umdrehte und dann in einem Geklüft verschwand. Rasch fasste er seinen Korb und verließ den unheimlichen Garten, so schnell er konnte.
-Daheim angekommen überlegte er, wie er aus seinem Un-ternehmen den besten Nutzen ziehen könne. Zunächst gab er dem kranken Grafen eine Wurzel ab, wofür er die versprochene Summe erhielt. Nun war er reich, und es kam ihm nicht mehr in den Sinn, für andere Leute Schafe zu hü-ten. Der Graf wurde bald wieder gesund und konnte abreisen.+Daheim angekommen überlegte er, wie er aus seinem Un-ternehmen den besten Nutzen ziehen könne. Zunächst gab er dem kranken Grafen eine Wurzel ab, wofür er die versprochene Summe erhielt. Nun war er reich, und es kam ihm nicht mehr in den Sinn, für andere Leute Schafe zu hüten. Der Graf wurde bald wieder gesund und konnte abreisen.
  
 Nun hatte der Schäfer eine gute Empfehlung für sein Heilmittel, das er auch anderen reichen Kranken zu hohen Preisen anbot, und ihrer gab es in dem stets gut besuchten Bad Warmbrunn wie auch anderwärts reichlich genug. Es kam viel Geld in seine Hände, und der früher so einfache und bescheidene Mann wurde hochmütig und verschwenderisch. Wenn ihn arme Leute um das wunderbare Heilmittel anflehten, so wies er sie barsch ab, oder er gab ihnen dafür andere Wurzeln, die mit der Springwurzel nichts gemein hatten als das Aussehen. Nun hatte der Schäfer eine gute Empfehlung für sein Heilmittel, das er auch anderen reichen Kranken zu hohen Preisen anbot, und ihrer gab es in dem stets gut besuchten Bad Warmbrunn wie auch anderwärts reichlich genug. Es kam viel Geld in seine Hände, und der früher so einfache und bescheidene Mann wurde hochmütig und verschwenderisch. Wenn ihn arme Leute um das wunderbare Heilmittel anflehten, so wies er sie barsch ab, oder er gab ihnen dafür andere Wurzeln, die mit der Springwurzel nichts gemein hatten als das Aussehen.
-Von Tag zu Tag wurde er habsüchtiger und geldgieriger. Jetzt machte er sich schon Vorwürfe, dass er damals seinen Korb nicht ganz mit dem Heilmittel gefüllt hatte, und immer lauter regte sich in ihm der verhängnisvolle Wunsch, trotz des scharfen Verbotes noch einmal in Rübezahls Garten einzubrechen und sich da besser zu versorgen als das erste Mal. Viele Nächte lang wälzte er sich schlaflos in sei-nem Bett, während in ihm die Habsucht mit der Angst um die Oberherrschaft rang. Vielleicht würde Rübezahl seine Drohung doch nicht wahr machen oder gar ihn nicht bei seinem Tun erwischen. Und wenn er ihn wieder ertappte, würde er ihn vielleicht doch wieder laufen lassen und nur warnen.+Von Tag zu Tag wurde er habsüchtiger und geldgieriger. Jetzt machte er sich schon Vorwürfe, dass er damals seinen Korb nicht ganz mit dem Heilmittel gefüllt hatte, und immer lauter regte sich in ihm der verhängnisvolle Wunsch, trotz des scharfen Verbotes noch einmal in Rübezahls Garten einzubrechen und sich da besser zu versorgen als das erste Mal. Viele Nächte lang wälzte er sich schlaflos in seinem Bett, während in ihm die Habsucht mit der Angst um die Oberherrschaft rang. Vielleicht würde Rübezahl seine Drohung doch nicht wahr machen oder gar ihn nicht bei seinem Tun erwischen. Und wenn er ihn wieder ertappte, würde er ihn vielleicht doch wieder laufen lassen und nur warnen.
  
 Die Geldgier gewann schließlich die Oberhand und trieb ihn dann auch eines Abends richtig in das Gebirge und in den verbotenen Bezirk. Wieder stand er an der alten Stelle und fing an, Springwurzeln auszugraben. Aber nicht lange hatte er gearbeitet, da öffnete sich vor ihm der Boden, und in schwefelgelbem Wetterschein erhob sich vor ihm drohend die riesige Gestalt des Berggeistes. »Habe ich dir nicht verboten, meinen Garten wieder zu betreten?«, donnerte ihn Rübezahl an. »So missbrauchst du deiner Habgier wegen meine Geduld und Güte! Du wirst nie wieder in mein Gehege kommen!« Mit diesen Worten zerriss er den wagehalsigen Menschen und warf die Kleider weit fort in entfernte Täler. Seitdem hütete sich jeder, den Garten Rübezahls zu betreten. Die Geldgier gewann schließlich die Oberhand und trieb ihn dann auch eines Abends richtig in das Gebirge und in den verbotenen Bezirk. Wieder stand er an der alten Stelle und fing an, Springwurzeln auszugraben. Aber nicht lange hatte er gearbeitet, da öffnete sich vor ihm der Boden, und in schwefelgelbem Wetterschein erhob sich vor ihm drohend die riesige Gestalt des Berggeistes. »Habe ich dir nicht verboten, meinen Garten wieder zu betreten?«, donnerte ihn Rübezahl an. »So missbrauchst du deiner Habgier wegen meine Geduld und Güte! Du wirst nie wieder in mein Gehege kommen!« Mit diesen Worten zerriss er den wagehalsigen Menschen und warf die Kleider weit fort in entfernte Täler. Seitdem hütete sich jeder, den Garten Rübezahls zu betreten.
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