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 ====== Der Schatz auf dem Proitschenberge - Erste Sage ====== ====== Der Schatz auf dem Proitschenberge - Erste Sage ======
  
-Ein verarmter Bürger Budissins ging vor mehreren hundert Jahren am Fuße des Proitschenberges spazieren. In Gedanken versunken gelangte er zu der berüchtigten Teufelshöhle, in welcher er drei alte Männer mit weißen Bärten um einen steinernen Tisch sitzen sah. Voll Schreck wollte er nach der Stadt fliehen, da winkte ihm einer [[6]] derselben, näher zu treten. Er trat durch die sich erweiternde Felsenhöhle ein. Ringsum waren die Wände mit Gold und Juwelen geschmückt und auf dem Tische, woran die Alten saßen, lag ein Haufen funkelnder Goldstücke. Er wurde aufgefordert, sich die Taschen damit zu füllen, aber über die Herkunft des Geldes Verschwiegenheit zu bewahren. Auch nannte man ihm den Tag, wann er wiederkommen könne. Der Schatz gereichte ihm aber nicht zum Segen, denn er verpraßte ihn im Wirtshause. Dadurch erregte er bei seinen Mitbürgern Aufsehen, die sich nicht denken konnten, auf welche Weise der einst so Arme reich geworden sei. Bei einem wüsten Zechgelage erforschte einer seiner Trinkkumpane das ganze Geheimnis und forderte ihn unter Drohungen auf, ihn beim nächsten Besuche der Höhle mitzunehmen. Als aber beide an dem bestimmten Tage hinkamen, blieb dieselbe verschlossen und hat sich bis heute nicht wieder aufgetan.+Ein verarmter Bürger [[geo:bautzen|Budissins]] ging vor mehreren hundert Jahren am Fuße des [[region:Protschenberg|Proitschenberges]] spazieren. In Gedanken versunken gelangte er zu der berüchtigten Teufelshöhle, in welcher er drei alte Männer mit weißen Bärten um einen steinernen Tisch sitzen sah. Voll Schreck wollte er nach der Stadt fliehen, da winkte ihm einer derselben, näher zu treten. Er trat durch die sich erweiternde Felsenhöhle ein. Ringsum waren die Wände mit Gold und Juwelen geschmückt und auf dem Tische, woran die Alten saßen, lag ein Haufen funkelnder Goldstücke. Er wurde aufgefordert, sich die Taschen damit zu füllen, aber über die Herkunft des Geldes Verschwiegenheit zu bewahren. Auch nannte man ihm den Tag, wann er wiederkommen könne. Der Schatz gereichte ihm aber nicht zum Segen, denn er verpraßte ihn im Wirtshause. Dadurch erregte er bei seinen Mitbürgern Aufsehen, die sich nicht denken konnten, auf welche Weise der einst so Arme reich geworden sei. Bei einem wüsten Zechgelage erforschte einer seiner Trinkkumpane das ganze Geheimnis und forderte ihn unter Drohungen auf, ihn beim nächsten Besuche der Höhle mitzunehmen. Als aber beide an dem bestimmten Tage hinkamen, blieb dieselbe verschlossen und hat sich bis heute nicht wieder aufgetan.
  
 //Quelle: [[https://de.wikisource.org/wiki/Bautzener_Sagen|Wikisource]]// //Quelle: [[https://de.wikisource.org/wiki/Bautzener_Sagen|Wikisource]]//
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