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sagen:aachenssagen21

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 Trinkt, Tang, Ting!\\ Trinkt, Tang, Ting!\\
  
-Dies Alles hatte ein kühner Geselle, welcher sich eine Nacht im Hinzenthurm hatte einschließen lassen, gesehen und gehört. Nachdem er dies und noch viel mehr einem Freunde erzählt hatte, straften die [[typ:Hinzenmännchen]] ihn mit plötzlichem Irrsinn, er stürzte dies Lied singend in den Aachener Wald hinein und man hat ihn nie wieder aufgefunden.+Dies Alles hatte ein kühner Geselle, welcher sich eine Nacht im Hinzenthurm hatte einschließen lassen, gesehen und gehört. Nachdem er dies und noch viel mehr einem Freunde erzählt hatte, straften die Hinzenmännchen ihn mit plötzlichem Irrsinn, er stürzte dies Lied singend in den Aachener Wald hinein und man hat ihn nie wieder aufgefunden.
  
 Außer ihren goldenen Bechern hatten die Männlein kein anderes Hausgeschirr, noch Geräthe zu eigen. Sie liehen dies daher, namentlich an den Vorabenden der [[zeit:quatember|Quatembertage]], an welchen sie große Festgelage zu halten pflegten, bei den Bürgern. Sie kündigten dies am Abende vorher an, indem sie mit dem Geräthe, was sie zu leihen wünschten, ein ganz eigenthümliches Geklirre und Geräusch machten. Die Mägde scheuerten dann die verlangten Töpfe, Tiegel und Kessel von Kupfer, Zinn oder Thon recht blank und stellten sie Abends gegen zehn Uhr an die Hausthüre, dort holten die Hinzenmännchen sie ab und brachten sie in der Nacht nach ihrem Feste noch blanker gescheuert zurück. Auch belohnten sie die Mägde, deren Kessel und Töpfe am saubersten verputzt waren, dadurch, daß sie ihnen zuweilen das ganze Küchengeräth sammt Tischen und Stühlen in einer Nacht silberblank scheuerten. Wo aber die Mägde ihnen unreine Geräthe hinsetzten, da rächten sie sich durch nächtliches Gepolter im ganzen Hause und durch Verunreinigung der Küchengeräthe, der Treppen und Hofräume. Außer ihren goldenen Bechern hatten die Männlein kein anderes Hausgeschirr, noch Geräthe zu eigen. Sie liehen dies daher, namentlich an den Vorabenden der [[zeit:quatember|Quatembertage]], an welchen sie große Festgelage zu halten pflegten, bei den Bürgern. Sie kündigten dies am Abende vorher an, indem sie mit dem Geräthe, was sie zu leihen wünschten, ein ganz eigenthümliches Geklirre und Geräusch machten. Die Mägde scheuerten dann die verlangten Töpfe, Tiegel und Kessel von Kupfer, Zinn oder Thon recht blank und stellten sie Abends gegen zehn Uhr an die Hausthüre, dort holten die Hinzenmännchen sie ab und brachten sie in der Nacht nach ihrem Feste noch blanker gescheuert zurück. Auch belohnten sie die Mägde, deren Kessel und Töpfe am saubersten verputzt waren, dadurch, daß sie ihnen zuweilen das ganze Küchengeräth sammt Tischen und Stühlen in einer Nacht silberblank scheuerten. Wo aber die Mägde ihnen unreine Geräthe hinsetzten, da rächten sie sich durch nächtliches Gepolter im ganzen Hause und durch Verunreinigung der Küchengeräthe, der Treppen und Hofräume.
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 //Quelle: [[autor:josephmueller|Dr. Joseph Müller]], „[[buch:aachens_sagen_und_legenden|Aachens Sagen und Legenden]]“, Verlag J.A. Mayer Aachen 1858// //Quelle: [[autor:josephmueller|Dr. Joseph Müller]], „[[buch:aachens_sagen_und_legenden|Aachens Sagen und Legenden]]“, Verlag J.A. Mayer Aachen 1858//
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-{{tag>sagen josephmueller aachenssagenundlegenden aachen hinzenmännchen turm bäcker brot spott rache topf kessel taler schneider schuster schlosser lied wahnsinn tuch lohn kleidung gasthof v2}}+{{tag>sagen josephmueller aachenssagenundlegenden aachen hinzenmaennchen turm bäcker brot spott rache topf kessel taler schneider schuster schlosser lied wahnsinn tuch lohn kleidung gasthof v2}}
  
  
  
sagen/aachenssagen21.1707397397.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)