sagen:aachenssagen15
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:aachenssagen15 [2023/01/03 13:25] – angelegt ewusch | sagen:aachenssagen15 [2025/01/30 17:46] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| - | [[sagen: | + | [[sagen: |
| + | |||
| + | ====== Karl heilt die Pest ====== | ||
| + | |||
| + | Nachdem die Heere des Kaisers die [[volk: | ||
| + | |||
| + | Mit Windesschnelle verbreitete sich die Krankheit in allen rheinischen Städten und der Tod raffte täglich Tausende Menschen weg. Alle Mittel der geschicktesten Aerzte halfen nichts, Angst und Rathlosigkeit herrschten überall. [[vip: | ||
| + | |||
| + | Da erschien dem Kaiser in der Nacht ein Engel und redete ihn also an: „Karl, der Herr hat dein Gebet erhöret, reite hinaus ins Feld, schieße einen Pfeil in die Luft, das Kraut, welches derselbe beim Niederfallen durchbohrt, wird die Pest zur Stunde heilen!“ Karl ritt am andern Morgen zum Königsthor hinaus und that, wie ihn der Engel geheißen, der Pfeil aber, den er in die Luft schoß, durchbohrte beim Niederfallen die goldene Blume eines distelartigen Gewächses. Gleich theilte er den Aerzten die Wirkung dieser Pflanze mit und es zeigte sich, daß jeder, wer von ihrem Safte trank, sofort von der Pest geheilt war. Dem Kaiser zu Ehren nannte man die Pflanze bis auf den heutigen Tag Carlina. Im Juli und August blühen bei [[geo: | ||
| + | |||
| + | Mitten im Felde an der Stelle, wo der Pfeil niedergefallen war, ließ der Kaiser aus Dankbarkeit gegen Gott eine Kapelle und ein Krankenhaus bauen, welches in Zukunft alle von ansteckenden Krankheiten Befallene aufnahm. Gott segnete diese fromme Stiftung Karls sichtlich, denn die Kranken genasen dort nicht nur durch die gesunde und freie Lage sehr schnell, sondern es zeigte sich auch bald, daß das Wasser des ungewöhnlich tiefen Brunnens, namentlich in Hautkrankheiten eine wundersame Heilkraft besaß. | ||
| + | |||
| + | Dieser Brunnen, unstreitig der älteste der ganzen Gegend, besteht noch und schreibt der fromme Volksglauben dem krystallhellen, | ||
| //Quelle: [[autor: | //Quelle: [[autor: | ||
| ---- | ---- | ||
| + | {{tag> | ||
sagen/aachenssagen15.1672748717.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
