sagen:aachenssagen13
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| - | Plektrudis, die Mutter [[vip: | + | Plektrudis, die Mutter [[vip: |
| - | Ehe noch der Morgen graute, drang plötzlich ein Glöcklein zu ihren Ohren, das zur Frühmesse rief. Die Reisenden lenkten ihre Rosse dorthin, banden sie an nahe stehende Lindenbäume, | + | Ehe noch der Morgen graute, drang plötzlich ein Glöcklein zu ihren Ohren, das zur Frühmesse rief. Die Reisenden lenkten ihre Rosse dorthin, banden sie an nahe stehende Lindenbäume, |
| - | Nach Jahresfrist mußte er wieder nach [[geo:Köln]], denn der Erzbischof war gestorben und das Domstift und der Rath der Stadt waren in großem Zwiespalt über die Wahl eines neuen Bischofes. Sie baten den Kaiser, die Wahl in die Hand zu nehmen, und beide Parteien erklärten, daß derjenige ihnen als Bischof angenehm sein würde, den er als den würdigsten bezeichnen werde. | + | Nach Jahresfrist mußte er wieder nach Köln, denn der Erzbischof war gestorben und das Domstift und der Rath der Stadt waren in großem Zwiespalt über die Wahl eines neuen Bischofes. Sie baten den Kaiser, die Wahl in die Hand zu nehmen, und beide Parteien erklärten, daß derjenige ihnen als Bischof angenehm sein würde, den er als den würdigsten bezeichnen werde. |
| - | Da gedachte | + | Da gedachte Karl des bescheidenen Mönches, der um ein Rehfell zum Einbande des Meßbuches gebeten hatte. Weil er Demuth und Bescheidenheit für die höchsten Tugenden eines Geistlichen hielt, so erachtete er ihn statt eines Rehfelles des Purpurs, ja goldenen Fließes werth und berief ihn als Bischof nach Köln. [[vip:hildeboldvonkoeln|Hildebold]] führte noch lange zum Heile der Gläubigen im Rheinlande voll Würde und Hoheit Ring und Stab. Karl selbst zählte ihn nach der Bischofswahl zu seinen vertrautesten Freunden bis zum Tode. Der Ort, wo Karl und Eginhard die Messe hörten und Hildebold kennen lernten, heißt „Königshofen.“ |
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