sagen:aachenssagen09
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| + | ====== Der Ring der Fastrada ====== | ||
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| + | Der sonst so ernste und fromme Kaiser verehrte sie fast wie ein überirdisches Wesen, während andere sie stolz und übermüthig nannten. Er war in ihrer Liebe beglückt und ahnte nicht, wie bald der Tod ihm die blühende Gattin von der Seite reißen werde. Sie starb zu [[geo: | ||
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| + | Die männliche Fassung und Besonnenheit, | ||
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| + | Zornig und gebieterisch wies er diejenigen ab, welche davon redeten, die Leiche zur Erde zu bestatten, immer behauptend, Fastrade schlummere ja nur und werde bald erwachen. Selbst der fromme [[vip: | ||
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| + | Die Sorge um des Kaisers Gesundheit und Leben wurde bei Allen immer größer und beängstigender, | ||
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| + | Am folgenden Morgen verrichtete Turpin schon in aller Frühe seine Andacht und dankte Gott für das Traumgesicht, | ||
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| + | Er befahl, daß die irdischen Reste Fastradas mit allem, einer Kaiserin würdigen Gepränge, in Gold und Purpur gehüllt in feierlichem Trauerzuge von Frankfurt nach Mainz geführt werde. Dort wurde sie in der Abtei von St. Alban zur Gruft gebracht, wo Karl zu ihrem Andenken ein herrliches Grabmal errichten ließ. Zur Freude aller Bewohner stieg der Kaiser bald wieder zu Pferd und durchritt die Straßen Frankfurts, wo ihn überall lauter Jubel empfing. Die Geschäfte des Reiches hatten sich indessen sehr angehäuft und riefen ihn dringend nach anderen Orten, so zog er denn gegen Ingelheim, wo er sich mit neu belebtem Eifer den Reichs-Obliegenheiten hingab und dadurch den Schmerz über den Tod seiner unvergeßlichen Gattin zu lindern suchte. | ||
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| + | Dorthin begleitete ihn auch der treueste seiner Räthe Turpin, ohne den er jetzt nicht mehr sein noch leben konnte. Dieser fromme und gelehrte Prälat hatte zwar immer beim Kaiser in hohem Ansehen und großer Achtung gestanden, allein seitdem derselbe im Besitze des Zauberringes war, wurde die Zuneigung Karls zu demselben mit jedem Tage stärker und mächtiger. Diese außergewöhnliche Anhänglichkeit des Kaisers benutzte der Erzbischof nun zwar in sehr uneigennütziger Weise zum Frommen der Kirche und des Staates, ohne für sich persönlich einen Vortheil daraus zu ziehen, allein dieselbe fing allmählig an, ihm unangenehm, drückend und lästig zu werden, denn er wußte ja, daß nur ein böser Zauber der Grund davon war. | ||
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| + | Turpin beschloß daher, sich dieses [[ding: | ||
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| + | Bis dahin hatte sich der Kaiser schon gern in Aachen aufgehalten, | ||
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| + | Bis in die spätesten Tage seines Lebens zog sich der Kaiser häufig an diesen Ort der Einsamkeit von den immer drückender werdenden Regierungsgeschäften zurück. Hier saß er oft Stundenlang in den dichten Laubgängen am See und überdachte sein sturmbewegtes, | ||
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| + | Das Jagdschloß, | ||
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