sagen:aachenssagen08
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| + | ====== Kaiser Karls Heimkehr ====== | ||
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| + | Karl kehrte als Fremder bei einem Wirthe ein, der ihm erzählte, wie Alles in der Stadt kraus und bunt durcheinander ginge, denn der Kaiser sei todt und Hildegard werde sich morgen wohl entschließen, | ||
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| + | Noch ehe der Tag graute erhob sich Karl vom Lager und ging in voller Rüstung und mit dem breiten Schwerte umgürtet nach seinem Pallaste. Von hier zog er unverweilt durch die Hallen, welche denselben mit dem [[kirche: | ||
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| + | Vor Schrecken bleich eilte er zum Bischofe und theilte demselben die Wundermähr mit. Alsbald fanden sich auch die Kanonichen und übrigen Stiftsherren ein, die Kerzen wurden angezündet und gefolgt von allen Anwesenden näherte der Bischof sich laut betend der Erscheinung. | ||
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| + | Jetzt erhob sich der Kaiser und stimmte in die Gebete ein. Da erkannten Alle, daß der Kaiser wirklich unter ihnen stand und waren ohnmaßen froh. Unterdessen war die Kunde in die Stadt gedrungen und das Volk strömte schaarenweis in das Münster und staunte und pries Gott für des Kaisers Erhaltung. Hierauf trug die freudetrunkene Menge den hochgefeierten Helden in seinen Pallast zu Hildegard, die seiner sehnsüchtig harrte. Mit Thränen der Wonne im Auge flog sie in die Arme des todtvermeinten Gatten, der in freudiger Rührung sie mit den Worten begrüßte: „Liebe Hildegard und treues Weib, Gott verläßt die Seinen nicht!“ | ||
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