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sagen:891_das_militairgespenst

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-====== Das Militairgespenst (Grässe) ====== 
  
-    Nach Gräve S. 177. 
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-Im Jahre 1738 kam der Hofnarr [[vip:friedrich_august_i._von_sachsen|August des Starken]]((Hier liegt offensichtlich ein Fehler vor, da August der Starke bereits 1733 starb. Bei Gräve wird an dieser Stelle der Sohn August des Starken, Kurfürst Friedrich August II. genannt.)), Schmiedel, durch [[geo:bautzen|Budissin,]] und als er durchfuhr, sah er den dort in Garnison liegenden [[typ:oberst|Obersten]] von Schmiskal aus seinem Fenster des Hauses Nr. 262 herausgucken. Er sah hinauf und sprach lachend und mit dem Finger drohend: „Nun warte nur! Dich werden sie auch bald beim Schlagfittich nehmen!“ Dies griff den abergläubischen, und allerdings mancher Schuld bewußten Mann so an’s Herz, daß er selbst durch einen [[typ:erschiessen|Schuß]] wenige Tage nachher seinem [[typ:selbstmord|Leben]] ein Ende machte.  
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-Seit dieser Zeit wird jedesmal jährlich in der Nacht, wo er sich das Leben genommen hat, erst ein greulicher Lärm in dem gedachten Hause gehört, bis im letzten Viertel der zwölften Stunde der unglückliche Oberst in dem militairischen Costüm seiner Zeit erscheint, über den Saal des Hauses schreitet und dann verschwindet. 
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 299; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_299.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 gräve oberlausitz friedrichaugusti augustiiipolen bautzen oberst selbstmord erschiessen 1738 poltergeist}} 
sagen/891_das_militairgespenst.1630058895.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)