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sagen:889_das_holzweibchen_zu_thiemendorf

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-====== Das Holzweibchen zu Thiemendorf ====== 
  
-    Köhler, Bilder aus der Oberlausitz S. 49. 
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-In dem Gebirge bei [[geo:Thiemendorfwaldhufen|Thiemendorf]] lebte ehedem das Geschlecht der [[typ:Holzweibchen]], klein von Gestalt und mit goldfarbigem, langem Haar. Dann und wann erschienen sie den [[typ:hirte|Hirten]], die am Saume des Waldes ihre Heerden hüteten. Einmal ist ein solches Weibchen gegen den Herbst zu einem Bauer gekommen, und hat den Winter über bei ihm gewohnt. Als jedoch der Frühling kam, der die Vögel wieder in’s Land lockt und das Gras und die Blumen hervorsprießen heißt aus der schwarzen Erde, da ist ein anderes Weibchen am [[typ:Fenster]] der Hütte erschienen und hat gerufen: „Deutoseu!“ Auf dieses Wort ist das Holzweibchen in der Hütte seiner Schwester draußen gefolgt, und man hat beide seitdem nie wieder gesehen. 
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 297; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_297.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oberlausitz Thiemendorfwaldhufen holzweibchen hirte herde bauer frühling winter}} 
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