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-====== Die Gründung des Klosters Marienstern ====== 
  
-    Dlugoss. Hist. Polon. I. 193.  
-    Frenzel bei Hoffmann. Scr. Lus. T. II. p. 50.  
-    Sintenis, Oberlausitz Bd. I. S. 57. sq.  
-    Carpzov’s Ehrentempel, Bd. I. S. 329. sq.  
-    Grosser, Laus. Merkw. Bd. II. S. 12. III. S. 32.  
-    Gräve S. 163.  
-    Köhler a. a. O. S. 126.  
-    Poetisch aufg. in Otto’s Nachlaß. Lpz. 1827. S. 306. u.  
-    Lausitz. Mag. 1832. S. 217. u. v.  
-    Burkhard Gedichte. 1843. S. 198. und  
-    Segnitz, Bd. I. S. 188 cf.  
-    v. Weber’s Archiv f. Sächs. Gesch. Bd. IV S. 85. fgg. 
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-Das [[kirche:sanktmarienstern|Kloster Marienstern]] soll von drei Herren von Camenz, Witigo, Burchard und Bernhard erbaut und reichlich begabt worden sein, und die Markgrafen Johann und Otto von Brandenburg haben diese Schenkung 1264 zu [[geo:Guben]] verbrieft. Der eigentliche Grund der Erbauung soll aber folgender gewesen sein. Einst jagte [[vip:bernhardvonkamenz|Bernhard von Camenz]] in den dichten Forsten, welche sich in der Nähe der Dörfer [[geo:panschwitz|Puschwitz]] und [[geo:Kuckau]] befinden. Da traf er auf einen gewaltigen [[typ:Eber]], den er mit seinem [[typ:spiess|Jagdspieße]] zwar verwundete, aber doch nur so, daß es dem geängstigten Thiere gelang, sich in das Dickicht zu flüchten.  
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-Von Jagdlust ergriffen, eilte der Ritter ihm nach, allein er ließ sich zu weit von seinem Eifer fortreißen, und auf einmal sah er sich in einer ihm völlig unbekannten Gegend mit sumpfigem und modrigem Boden. Zum Unglück brach auch der Abend herein, ein furchtbarer [[typ:regen|Regenguß]] stürzte vom Himmel, und der Graf, welcher keinen Ausweg wußte, versank mit seinem Rosse immer tiefer in den [[typ:moor|Morast]]. Er durchwachte, von der furchtbarsten Angst gefoltert, die ganze Nacht, und als nun das erste Morgenroth durch die Gipfel der hohen Bäume drang, da gelobte er der heiligen Jungfrau, wenn sie ihm vom Hungertode in dieser Einöde retten wolle, ein Kloster in dieser Wildniß zu erbauen. Da schien es ihm plötzlich, als schwebe die Jungfrau hoch über dem Morgenstern in himmlischem Lichte über ihn, noch einmal spornte er sein mattes Roß zum letzten Rettungsversuche, und siehe, auf einmal ward der Boden fest wie Stein, und so trug ihn sein Roß unbeschädigt auf’s feste Land.  
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-Er vergaß aber sein Gelübde nicht, ließ den [[typ:moor|Morast]] austrocknen, das Holz ausroden, und legte im Jahre 1264 den Grund zu dem [[typ:kloster|Nonnenkloster]], welches er 1284 glücklich vollendete, und zur Erinnerung an seine Rettung Marien- oder Morgenstern nannte. Er selbst aber starb als der 27ste Bischof von Meißen am 12. October 1321.((Ziemlich ähnlich ist die Geschichte von dem Ursprunge des schlesischen Klosters Trebnitz. (S. Gödsche, Schles. Legendenschatz. Meißen 1839. 8. S. 60. u. mein Sagenbuch d. Preuß. Staates Bd. II. Nr. 181. S. 195.))) 
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 289; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_289.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 segnitz oberlausitz bernhardvonkamenz sanktmarienstern panschwitz kuckau eber moor kloster regen spiess}} 
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