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sagen:867_der_gotschdorfer_heilbrunnen

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-====== Der Gotschdorfer Heilbrunnen ====== 
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-    S. Haberkorn, Chronik von Camenz, S. 432.  
-    Haupt Bd. I. S. 250  
-    u. N. Laus. Mag. Bd. XLIV. S. 4. 
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-Bei [[geo:gottschdorf|Gotschdorf]] und [[geo:neukirchkönigsbrück|Neukirch]], eine halbe Meile von [[geo:Königsbrück]], war in frühern Zeiten ein [[typ:heiden|heidnischer]] [[typ:götze|Götzen]][[typ:tempel]] mit einem heiligen [[typ:Brunnen]]. Dieser Tempel wurde später in eine christliche [[typ:Kirche]] verwandelt, aber nach wie vor kamen die Leute an gewissen Tagen, um in dem [[typ:Brunnen]] zu baden und von seiner [[typ:wunder|Wunderkraft]] immerwährendes [[typ:heilung|Heil]] und Kraft zu erlangen, so daß die christlichen [[typ:Priester]] [[typ:Geld]] dafür nahmen und große Schätze sammelten.  
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-Erst als eine der vorigen Königsbrücker Herrschaften ihn überdecken ließ, hat er seine Kraft verloren, aber doch nicht gänzlich seine Heiligkeit eingebüßt. Noch zu Ende des vorigen Jahrhunderts kamen an einem bestimmten Tage des Jahres die Neukircher Burschen, um den [[typ:Brunnen]] feierlich zu reinigen. 
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-Eine halbe Meile von [[geo:Königsbrück]] ist eine andere [[typ:Quelle]], welche die Eigenschaft haben soll, daß [[typ:stein|Steine]], welche man hineinwirft und einige Zeit darin liegen läßt, weich werden. Im Jahre 1646 ließ der Freiherr v. Schellendorf, damaliger Besitzer von [[geo:Königsbrück]], die [[typ:Quelle]] untersuchen und fassen, und es fand sich bald ein Zulauf von Leuten aus allen Ständen, die ihr [[typ:Wasser]] als Heilmittel brauchten. Ein Bauersmann kam auch dahin und gebrauchte den [[typ:Brunnen]]. Da er aber nicht sogleich eine [[typ:heilung|heilsame]] Wirkung verspürte, verachtete er die Gottesgabe und sprach spöttisch: „Wasser ist Wasser, ich lobe mir eine [[typ:Kanne]] [[typ:Bier]] dafür“, worauf ihn der Schlag auf der Stelle rührte, daß er stumm geworden und hierauf in einigen Tagen gestorben ist.  
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-In derselben Gegend sind auch sonst zwei Salzquellen gewesen, deren Wasser die Landleute zum [[typ:salz|Salzen]] der [[typ:Butter]] gebraucht haben, welche davon sehr schmackhaft ward, allein in der Hussitenzeit sind sie mit Schlamm verstopft und mit Gehölz überwachsen.  
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 278; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_278.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 haupt haberkorn gottschdorf neukirchkönigsbrück oberlausitz götze tempel heiden brunnen quelle wunder salz butter 1646 wasser heilung}} 
  
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