Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:866_der_vogelberg_bei_graefenhain

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:866_der_vogelberg_bei_graefenhain [2021/10/19 09:39] ewuschsagen:866_der_vogelberg_bei_graefenhain [2023/04/15 23:05] (aktuell) – gelöscht ewusch
Zeile 1: Zeile 1:
-====== Der Vogelberg bei Gräfenhain ====== 
  
-    S. Haupt Bd. I. S. 259 II. S. 111. 
- 
-Früher stand das bei [[geo:Königsbrück]] in der [[region:Niederlausitz]]((Anmerkung S. Wusch (Webmaster): Gräfenhain liegt nicht in der Niederlausitz, sondern an der westlichen Grenze der Oberlausitz zum historischen Meissner Land. Die Grenze zur Niederlausitz liegt jedoch einige Kilometer weiter nördlich.)) gelegene Dorf [[geo:gräfenhainkönigsbrück|Gräfenhain]] auf dem nahen Vogelberge, daselbst waren auch zwei Klöster, eines am westlichen, das andere am südlichen Abhange des Berges, welche beide durch einen unterirdischen Gang, welcher mitten durch den kleinen Keulenberg hindurchführte, mit einander in Verbindung standen. Auf dem großen Keulenberg, der jetzt Augustusberg heißt, war früher eine Opferstätte des [[gott:Radegast]], wovon noch die Namen der Städte [[geo:Radeburg]] und [[geo:Radeberg]] herrühren.  
- 
-Als nun im vorigen Jahrhundert einmal Gräfenhainer Bauern in der [[typ:ernte|Heuernte]] beschäftigt waren, kam plötzlich eine finstere Wolke daher gebraust, aus ihr regnete es Steine so groß wie eine Mannsfaust, an den benachbarten Bergen aber leuchtete es wie blaue Flammen und dröhnte es wie ferner [[typ:Donner]]. Der [[typ:Sturm]] schnitt das Gras von der Erde weg, als hätte es ein Scheermesser abgeschoren, die Heuschober wurden aufgehoben und verschwanden in der Luft. Da sagte eine Tagelöhnerin zu ihrem Manne: „Komm, wir wollen nach Hause gehen! hole das Zeug, der jüngste Tag kommt!“ Unerschrocken antwortete ihr dieser: „Du Närrin, wenn der jüngste Tag kommt, brauchen wir das Zeug nicht!“ 
- 
-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 278; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_278.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
----- 
-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 haupt oberlausitz gräfenhainkönigsbrück radegast bauer ernte donner sturm radeburg radeberg}} 
sagen/866_der_vogelberg_bei_graefenhain.1634629178.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)