sagen:826_der_malzmoench_zu_zittau
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| - | ====== Der Malzmönch zu Zittau ====== | ||
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| - | Novell. beh. v. Willkomm a. a. O. S. 195. sq. | ||
| - | Gräfe, S. 521. | ||
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| - | Die alte Stadt [[geo: | ||
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| - | Der [[typ:Abt]] ließ nun das dem Kloster eingeräumte [[typ: | ||
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| - | Wie mit dem Malze verfuhr er auch mit dem gebrauten Biere selbst, erst wenn es ihm zusagte, gestattete er die Auffüllung desselben. So geschah es, daß das Klosterbier bald das beste in der Stadt ward und Jedermann dasselbe haben wollte, die Stadtbrauereien aber bald keine Abnehmer mehr fanden. Zwar suchten die Besitzer desselben durch besseres Malz und stärkern Hopfen ihr [[typ: | ||
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| - | Nun hatte aber die Tochter des Klosterbrauers einmal ihrem Geliebten, einem Brauerssohn aus der Stadt, vertraut, daß der Pater Laurentius oft in stiller Mitternacht die Malzböden durchwandele und dann zum Kühlstock hinabsteige, | ||
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| - | Von dieser Gewaltthat ward der [[typ:Abt]] durch ein eigenhändiges Schreiben des Bürgermeisters in Kenntniß gesetzt und von demselben verlangt, er möge dem Bruder Laurentius den Befehl ertheilen, seinen so wirksamen Zaubersegen auch dem Kühlbier der übrigen Brauer zu ertheilen. Demselben blieb nichts Anderes übrig, als zu dem bösen Spiel gute Miene zu machen und der arme Laurentius wurde nun von [[typ: | ||
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| - | Allein ein unglücklicher Zufall wollte es, daß, als nun die Gebräude aufgeschlagen wurden und hunderte von durstigen Kehlen nach diesem gesegneten Biere verlangten, es sich fand, daß das ganze Bier essigsauer war. Ueber diese ganz entgegengesetzte Wirkung geriethen nun die Stadtbrauherrn sehr in Schrecken und hielten sie für eine gerechte Strafe wegen ihres Frevels an der Heiligkeit des Klosters, ein Theil eilte dorthin, um für seine Sünden Vergebung zu erlangen, ein anderer aber sann auf [[typ: | ||
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| - | Wie gedacht, so geschehen, der [[typ: | ||
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| - | Als am nächsten Morgen die Brauknechte kamen, um das Gebräu zu probiren, wunderten sie sich nicht wenig, daß der Rosenholzbecher des Mönchs obenauf schwamm, allein sie dachten sich nichts dabei, sondern kosteten das [[typ: | ||
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| - | Von diesem Tage an aber holte kein Mensch mehr [[typ: | ||
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