sagen:816_schoen-gretchen_hinter_dem_berge
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| - | ====== Schön-Gretchen hinter dem Berge (Grässe) ====== | ||
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| - | Sachsenz. 1830, Nr. 338 sq., | ||
| - | May, Nikolaus von Dornspach, Zittau 1812 S. 20 sq. | ||
| - | Vogt, Chronik v. Hörnitz, Zittau 1830, S. 48. | ||
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| - | In der nördlichen [[region: | ||
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| - | Hier lebte im letzten Drittel des 16ten Jahrhunderts die blühende Margaretha, Tochter eines dortigen Gutsbesitzers, | ||
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| - | Es sammelten sich um unser Schöngretchen hinter dem Berge, wie sie die Zittauer scherzweise nannten, ein Heer von Anbetern, die Ansehen, Reichthum, Bildung und Jugendfrische in sich vereinigten. Unter diesen befand sich auch ein ausgezeichnet schöner 20jähriger Jüngling, Georg von Kohlo, der Sohn des einen Bürgermeisters von [[geo: | ||
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| - | Nachdem er der unbefangenen Margarethe zu wiederholten Malen das heiligste Versprechen der Ehe gegeben hatte, wurde die weibliche [[typ: | ||
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| - | Doch leider nur zu bald zeigten sich die traurigsten Folgen, und indem sie fühlte, daß sich’s zu regen begann unter ihrem Herzen, empfing sie, was sie fast wahnsinnig machte, die schreckliche Nachricht, daß der Ungetreue, den sie für ihren Bräutigam gehalten, sich mit der Tochter des Rathsherrn Lorenz Heuner verlobt habe. Ein furchtbarer Kampf entstand in ihrem Innern, Natur und Gewissen geboten ihr Liebe zu dem neuen Leben, doch mächtig kämpfte dagegen der Gedanke an den gänzlichen Verlust ihrer Ehre vor der Welt, an den [[typ: | ||
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| - | Bald wurde diese [[typ: | ||
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| - | Wie er sich in vieler Hinsicht um [[geo: | ||
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| - | Ohne den Trost der Religion auf dem schweren Wege aus Priesters Munde zu empfangen, wurde sie am 1. August 1573 unweit der Begräbnißkirche zu Unserer lieben Frauen [[typ: | ||
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| - | Ihre Mutter wurde, weil sie ihr Kind nicht verrathen hatte, ein Vierteljahr später vom Zittau’schen Gebiete verwiesen, jener Ungetreue aber, der all’ dies bittere Weh herbeigeführt hatte, lebte noch 19 Jahre, und zwar in einer kinderlosen Ehe, von Gewissensbissen und Reue gepeinigt. Auch zu dem Tode seines ältesten Bruders Augustin von Kohlo hatte er mittelbar Veranlassung gegeben. Dieser wohnte nämlich 1579 einem fröhlichen Gelage zu Mostrichen bei Seidenberg bei, wurde hier in einen Streit wegen seines Bruders Verrath an der Geliebten verwickelt, deshalb einen Zweikampf annehmen und fiel in diesem. | ||
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| - | Für die Stadt [[geo: | ||
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| - | //Quelle: Johann Georg Theodor Grässe, Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 209, Zweite verbesserte und vermehrte Auflage, 1874 [[https:// | ||
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