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sagen:779_das_veilchen_vom_czorneboh

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-====== Das Veilchen vom Czorneboh (Grässe) ====== 
  
-    Poetisch beh. v. Kockel bei Köhler a. a. O. S. 43. sq. 
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-Als noch das Wendenland im heidnischen Aberglauben versunken war, da verehrten die [[volk:Sorben]] einen Götzen, [[gott:gottCzorneboh|Czorneboh]], von dem der [[region:Czorneboh|Berg]] den Namen hat, weil er hier oben ein prächtiges Schloß bewohnte. Derselbe hatte aber ein liebliches Töchterlein, das er höher schätzte, als alle seine Schätze.  
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-Wie nun aber das Christenthum sein Licht auch in diese Gegend trug, da wußte er, daß sein Reich auf dieser Welt zu Ende war, und als das Kreuz zum ersten Male auf dem Berge erglänzte, da war der [[typ:Götze]] zu Stein geworden und mit ihm sein stolzes Schloß, sein reizendes Töchterlein aber ward in ein bescheidenes [[typ:Veilchen]] verwandelt.  
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-Alle 100 Jahre einmal in der [[zeit:Walpurgisnacht]] erwacht die [[typ:Jungfrau]] zum Leben, und wem es beschieden ist, das Veilchen in diesem Augenblicke zu pflücken, der erhält die holde Jungfrau mit allen [[typ:schatz|Schätzen]] ihres Vaters. 
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 171; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_171.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 kockel oberlausitz gottCzorneboh Czorneboh Walpurgisnacht schatz veilchen heiden sorben}} 
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