sagen:775_die_graefin_kielmansegge
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| - | ====== Die Gräfin Kielmansegge ====== | ||
| - | Mündlich. | ||
| - | S. a. E. M. Oettinger, Gräfin Kielmannsegge u. Kaiser Napoleon I. Brünn 1865, 4 Bde. in 8. | ||
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| - | Am 26. April des J. 1863 starb in dem Wasserschlößchen an der Brücke des Dorfes [[geo: | ||
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| - | Am 13. Mai 1796 [[typ: | ||
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| - | Sie lebte nach ihrer [[typ: | ||
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| - | Wie dem auch sein mag, sie war bis an ihren Tod eine glühende Verehrerin des Kaisers Napoleon, zu dessen Befreiung aus der Gefangenschaft auf St. Helena sie kurze Zeit vor dessen Tode nach Paris gereist sein und dort eine Verschwörung angestellt haben soll, die aber von der französischen Polizei entdeckt ward und ihr längere Gefangenschaft und schließlich Verweisung aus Frankreich zuzog. Sie rächte sich an Napoleon’s Kerkermeister Hudson Lowe dadurch, daß sie dessen Portrait auf dem Aborte ihres Schlößchens aufhing. | ||
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| - | Alle diese Eigenheiten würden ihr aber hier keinen Platz verschaffen, | ||
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| - | Dieses ist nun zwar neuerdings von Ed. M. Oettinger in dem über sie im J. 1865 abgefaßten Romane und in seinem Moniteur des dates, Art. Schönberg (T. VI. p. 33. Anm.), ausdrücklich in Abrede gestellt worden, allein es ist daran doch soviel wahr, daß ich selbst einmal in der Arnold’schen Buchhandlung, | ||
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| - | Auch Hr. Fritzsche, den ich früher sehr oft sah, bestätigte mir die Sage und ebenso leugnete solches eine gewisse Chr. Brückner († 1872), welche 13 Jahre zu Plauen in ihren Diensten gestanden hatte, mir gegenüber nicht ausdrücklich, | ||
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| - | Man erzählt sich aber, ihre Seele könne keine Ruhe finden und sie gehe zu und bei Schmochtitz (?)((Die weiße Frau, die sich selbst bei Tage auf der Straße zwischen der Viehwalze und Salzenforst sehen läßt, kann sie nicht sein, denn diese sah man schon vor ihrem Tode.)) und [[geo: | ||
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| - | Eine besondere Eigenheit von ihr war, daß sie nie eingestehen wollte, daß eine Dienstperson ihr nicht gehorchte oder sie betrog. So hielt sie zwei Wächter, einen ältern und einen jüngern, welche des Nachts in ihrem Hause zur Bewachung schlafen sollten, der jüngere ging aber gewöhnlich nur eine kurze Zeit hin und lief dann wieder weg. Als ihr dies nun einst von der vorhin genannten Dienerin angezeigt ward, versetzte sie gleich: „weißt Du nicht, ob dies nicht mit meiner Bewilligung geschehen ist? | ||
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| - | Uebrigens trieb sie auch geheime Wissenschaften und oft hörten ihre Leute sie in ihrem Zimmer, trotzdem daß Niemand außer ihr darin war, laut sich mit Jemand unterreden und dieser Jemand antwortete, wenn sie aber hineinkamen, | ||
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| - | //Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 164; [[https:// | ||
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