Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:737_der_feurige_hund_von_budissin

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:737_der_feurige_hund_von_budissin [2021/10/12 16:13] – ewuschsagen:737_der_feurige_hund_von_budissin [2023/04/14 20:20] (aktuell) – gelöscht ewusch
Zeile 1: Zeile 1:
-====== Der feurige Hund von Budissin (Grässe)====== 
- 
-((Der Ursprung dieser Sage wird unter [[sagen:758_der_schwarze_hund_zu_budissin|Nr. 758]] anders erzählt.)) 
-    Poet. beh. v. Ziehnert Bd. II. S. 233 sq.  
-    cf. Mauerer, Amphith. magiae univ. S. 441. 
- 
-Am 2. November des Jahres 1633 hatte [[vip:albrecht_von_wallenstein|Wallenstein]] die Stadt [[geo:bautzen|Budissin]] durch einen Accord mit der sächsischen Besatzung in Besitz genommen, er zog hierauf nach [[region:Böhmen]] weiter und ließ zu Budissin den [[vip:martinvondergoltz|Obersten Goltz]] als Stadtcommandanten zurück. Derselbe plagte nun mit seiner rohen Soldateska die armen Bewohner auf das Schauerlichste, und als die Sachsen zu Anfang des Jahres 1634 vor die Stadt rückten, um dieselbe wieder zu erobern, so ließ er die Vorstädte in [[typ:stadtbrand|Brand]] stecken.  
- 
-Da aber mittlerweile durch Flugfeuer die Stadt an mehreren Stellen in Flammen gerieth, so zündeten die Kaiserlichen selbst verschiedene Häuser an. Es dauerte nicht lange, und es brannte in allen Straßen, Niemand durfte löschen, die Kroaten plünderten die Häuser und raubten auch den unglücklichen Bewohnern noch das Wenige, was dieselben aus ihrem brennenden Eigenthum gerettet hatten. Von der ganzen Stadt blieb nur ein ganz kleines Haus in Kleinpolen und die [[burg:ortenburgbautzen|Ortenburg]] stehen.  
- 
-Als nun die Sachsen die arme Stadt brennen sahen, bewilligten sie dem [[vip:martinvondergoltz|Obersten Goltz]] freien Abzug, allein als derselbe zum Lauenthore hinausritt, und sich im Umschauen [[typ:hohn|höhnisch]] also äußerte: „Hört Ihr, wie die Hunde von Budissin heulen“, da rührte ihn auf einmal der Schlag, er stürzte vom Rosse herab und ehe man ihn aufheben konnte, war er schon unter den Hufen der vor den nachdringenden Flammen ängstlich und scheu gewordenen Pferde seiner Begleiter zertreten.  
- 
-Seit dieser Zeit soll sich um die [[typ:geisterstunde|Mitternachtsstunde]] zuweilen ein feuriger [[typ:Hund]] in den Straßen von Budissin sehen lassen, und anzeigen, daß binnen drei Tagen ein Feuer in der Stadt ausbrechen werde.  
- 
-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 122; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_122.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
----- 
-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 ziehnert oberlausitz bautzen 1634 wallenstein 30jährigerkrieg martinvondergoltz stadtbrand hohn hund geisterstunde}} 
  
sagen/737_der_feurige_hund_von_budissin.1634047985.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)