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sagen:688_sage_von_einem_reichen_und_gelehrten_bauer

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-====== Sage von einem reichen und gelehrten Bauer ====== 
  
-    Nach mündlicher Ueberlieferung bearbeitet von Julius Schanz. 
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-Es war einmal in einem [[region:vogtland|voigtländischen]] Dorfe ein reicher und [[typ:klugheit|gelehrter]] [[typ:Bauer]], dem unter vielen Eigenheiten reicher und gelehrter Leute auch die eigen war, daß er sich und sein Eigenthum mit eigenen Namen benannte und es gern hatte, wenn ihm die Leute diese nachsagten. Er selbst hieß: der ewige Heiland, seine Frau: seine Beilage, die Katze: Agatius, das Licht: der heilige Geist, die Scheune: Philippi Jakobi u. s. w.  
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-Einstmals war der Knecht am frühen Morgen mit dem heiligen Geiste auf dem Stallboden und schnitt Häcksel. Da kam Agatius und nahm ihm den heiligen Geist aus der [[typ:Laterne]] und lief damit fort nach Philippi Jakobi. Das [[typ:Stroh]] in Philippi Jakobi aber fing [[typ:Feuer]] und begann lichterloh zu brennen. Schnell lief der [[typ:Knecht]] zum ewigen Heiland, der noch in den Federn lag, und rief ihm zu: 
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-Ewiger Heiland, steh’ auf mit Deiner Beilage,\\ 
-Agatius ist gekommen,\\ 
-Agatius hat mir den heiligen Geist genommen,\\ 
-Ist damit nach Philippi Jakobi gerennt,\\ 
-Steh auf: Philippi Jakobi brennt.\\ 
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 79; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_079.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, Version vom 1.8.2018]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 schanz vogtland bauer klugheit knecht laterne stall feuer stroh bett}} 
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