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sagen:67._die_elben

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 ====== Die Elben ====== ====== Die Elben ======
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     Haupt und Schmaler, Wend. Lieder II. 269.     Haupt und Schmaler, Wend. Lieder II. 269.
  
-In der [[region:Lausitz]] sagt der gemeine Mann von dem Kranken, welcher mit der fallenden Sucht behaftet ist: er hat die Elben. Auch von kleinen Kindern, welchen die Krämpfe das Gesicht verziehen, heißt es: das arme Kind wird von den [[typ:elb|Elben]] gar sehr geplagt. Diese Redensart, bei der man sich wohl nichts Bestimmtes mehr denkt, deutet offenbar auf den Volksglauben an die [[typ:elfe|Elfen]] oder Alfen (Wreginj bei den Wenden) hin, die in der nordischen Götterlehre als gute und böse Wesen eine so große Rolle spielen, und in den Hexenprozessen des sechszehnten Jahrhunderts als Plagegeister häufig vorkommen. Die [[typ:hexe|Hexen]] nannten sie ihre guten Holdchen, fahrende Dinger oder Unholde, welche sie Menschen und Thieren beibringen konnten, auch ihre „reißende gute Kindchen“ nannten sie dieselben, und bekannten da bei, es seien die Früchte ihrer Buhlschaft mit dem [[typ:Teufel]] und beschrieben ihre Gestalt als die eines Wurmes, oder einer [[typ:Fliege]] von weißer oder schwarzer, zuweilen auch weiß und schwarzer Farbe.+In der [[region:Lausitz]] sagt der gemeine Mann von dem Kranken, welcher mit der fallenden Sucht behaftet ist: er hat die Elben. Auch von kleinen Kindern, welchen die Krämpfe das Gesicht verziehen, heißt es: das arme Kind wird von den [[wesen:elb|Elben]] gar sehr geplagt. Diese Redensart, bei der man sich wohl nichts Bestimmtes mehr denkt, deutet offenbar auf den Volksglauben an die [[wesen:elfe|Elfen]] oder Alfen (Wreginj bei den Wenden) hin, die in der nordischen Götterlehre als gute und böse Wesen eine so große Rolle spielen, und in den Hexenprozessen des sechszehnten Jahrhunderts als Plagegeister häufig vorkommen. Die [[wesen:hexe|Hexen]] nannten sie ihre guten Holdchen, fahrende Dinger oder Unholde, welche sie Menschen und Thieren beibringen konnten, auch ihre „reißende gute Kindchen“ nannten sie dieselben, und bekannten da bei, es seien die Früchte ihrer Buhlschaft mit dem [[wesen:Teufel]] und beschrieben ihre Gestalt als die eines Wurmes, oder einer Fliege von weißer oder schwarzer, zuweilen auch weiß und schwarzer Farbe.
  
-Diese Elben buken sie dann in Kuchen und wer davon aß, bekam die Krämpfe oder eine andere [[typ:Krankheit]], thaten sie in Getränke, gruben sie auf den Weg, daß, wer über sie hinschritt, erlahmen mußte.+Diese Elben buken sie dann in Kuchen und wer davon aß, bekam die Krämpfe oder eine andere Krankheit, thaten sie in Getränke, gruben sie auf den Weg, daß, wer über sie hinschritt, erlahmen mußte.
  
 Die Wreginj (Plagegeister) der [[volk:sorben|Wenden]] haben die erweiterte Bedeutung, daß auch die Zornwuth oder Tobsucht (vergl. die nordische Berserkerwuth) als Besessenheit von diesen bösen Geistern bezeichnet wird. Die Wreginj (Plagegeister) der [[volk:sorben|Wenden]] haben die erweiterte Bedeutung, daß auch die Zornwuth oder Tobsucht (vergl. die nordische Berserkerwuth) als Besessenheit von diesen bösen Geistern bezeichnet wird.
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 //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862// //Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:sagenbuch_der_lausitz|Sagenbuch der Lausitz]], Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862//
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sagen/67._die_elben.1670496490.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)