sagen:63._das_aschenweibchen_zu_zittau
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| Novellistisch beh. von E. Willkomm, Sagen und Märchen a. d. Oberlausitz. Hann. 1845. Bd. 1. S. 253 | Novellistisch beh. von E. Willkomm, Sagen und Märchen a. d. Oberlausitz. Hann. 1845. Bd. 1. S. 253 | ||
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| - | Da sich nun diese Erscheinung täglich wieder holte und die ganze Stadt in Schrecken setzte, beschloß ein hochedler Rath, der Sache ein Ende zu machen und die [[typ: | + | Da sich nun diese Erscheinung täglich wieder holte und die ganze Stadt in Schrecken setzte, beschloß ein hochedler Rath, der Sache ein Ende zu machen und die Landstreicherin, |
| - | Sie kehrte aber darauf die nächsten Nächte nach wie vor fort, doch wagte sich Niemand mehr an sie, und so konnte man sie jede Nacht eifrig kehren sehen, bis am 23. Juli des Jahres 1757 die mit den Sachsen verbundenen Kaiserlichen die von einigen 100 Preußen besetzte Stadt auf einmal bombardirten und zum größten Theil in Asche legten. Eine der ersten Bomben schlug in die St. Johanniskirche und zündete, und überall, wo das graue Mütterchen sich früher hatte sehen lassen, waren glühende | + | Sie kehrte aber darauf die nächsten Nächte nach wie vor fort, doch wagte sich Niemand mehr an sie, und so konnte man sie jede Nacht eifrig kehren sehen, bis am 23. Juli des Jahres 1757 die mit den Sachsen verbundenen Kaiserlichen die von einigen 100 Preußen besetzte Stadt auf einmal bombardirten und zum größten Theil in Asche legten. Eine der ersten Bomben schlug in die St. Johanniskirche und zündete, und überall, wo das graue Mütterchen sich früher hatte sehen lassen, waren glühende Kugeln gefallen und hatten die Gebäude in Brand gesteckt. Während des Brandes aber sah man eine graue Gestalt über die glühenden Trümmer schweben und mit einem Besen Wolken von Asche vor sich herfegen. Nun begriff man die warnende Erscheinung des grauen Mütterchens, |
| - | Seitdem schwebt es in der Sylvesternacht und am Vorabende des sogenannten Brandfestes (22. Juli), wie ehedem fegend durch die Straßen der Stadt und ruft dadurch allen leichtfertigen Bürgern die Lehre zu: Seid wachsam und hütet euch, daß das [[typ:Unglück]] nicht noch einmal unerwartet über euch komme und euch ganz vernichte. | + | Seitdem schwebt es in der Sylvesternacht und am Vorabende des sogenannten Brandfestes (22. Juli), wie ehedem fegend durch die Straßen der Stadt und ruft dadurch allen leichtfertigen Bürgern die Lehre zu: Seid wachsam und hütet euch, daß das Unglück nicht noch einmal unerwartet über euch komme und euch ganz vernichte. |
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