Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:492_das_fegeweib_vom_katzenstein

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
sagen:492_das_fegeweib_vom_katzenstein [2023/03/14 21:31] – ewuschsagen:492_das_fegeweib_vom_katzenstein [2023/03/17 23:10] (aktuell) – gelöscht ewusch
Zeile 1: Zeile 1:
-====== Das Fegeweib vom Katzenstein (Grässe) ====== 
  
-    Poetisch beh. v. Freih. v. Biedermann (O. Föhrau), Eine Sängerjugend. Dresden 1847. 8. S. 27 sq. 
- 
-In der letzten Zeit des Mittelalters lebte ein wilder [[typ:Raubritter]] auf einer Burg, die auf dem Katzenstein, der am Schwarzwasser unweit [[geo:Pobershau]] zwischen [[geo:Zöblitz]] und [[geo:Marienberg]] gelegen ist, und machte die ganze Umgegend durch seine Unthaten unsicher. Da beschlossen denn die in der nächsten Umgegend ansässigen [[typ:Ritter]], diesem Treiben ein Ende zu machen, sie rückten also vor die Burg, umschlossen sie auf’s Engste und fingen an sie aus Karthaunen((Die Kartaune ist ein Vorderlader-Geschütz aus der Zeit des 15./16. Jahrhunderts. Der Begriff Kartaune ist eine Eindeutschung von italienisch quartana bombarda ‚Viertelbüchse‘, deren Eisenkugel ein Viertel einer hundertpfündigen Hauptbüchsenkugel wog. Kartaunen glichen in ihrer äußeren Form einer Scharfmetze, hatten jedoch kleinere Kaliber und ein geringeres Gewicht. Sie wurden nach der Rohrlänge in lange Kartaune (sogenannte „Singerin“) und kurze Kartaune (sogenannte „Nachtigall“) unterteilt. Quelle: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Kartaune|Wikipedia]])) und Feldschlangen((Die Feldschlange, auch Kolubrine (von lateinisch colubrinus – „schlangenartig“; französisch Couleuvrine, englisch Culverin, türk. Kolomborna) oder Kalverine, war ein Kanonentyp des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Der Name Feldschlange kommt in Deutschland erstmals um 1440 vor und stammt vermutlich von der anfangs als Schlangen- oder Drachenkopf gestalteten Mündung. Möglich ist aber auch, dass der Begriff auf die Machart der Feldschlange anspielt, deren Rohr häufig mit einem korkenzieherförmigen Eisenband umschmiedet war (vgl. Schrumpfringe bei heutigen Kanonen). Quelle: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Feldschlange|Wikipedia]])) zu beschießen. Allein alle Kugeln fielen, sowie sie die Mauern trafen, kraftlos und unschädlich nieder, denn auf der Mauer stand die alte Amme des Ritters, welche mit dem Teufel im Bunde war, hatte einen Besen in der Hand und fegte mit demselben die fliegenden [[typ:kugel|Kugeln]] aus der Luft weg, sie selbst natürlich traf keine derselben, ebenso wenig wie irgend Jemanden im Schlosse.  
- 
-Schon wollten die [[typ:belagerung|Belagerer]] schier verzweifeln, da trat der Burgkaplan eines der Ritter auf und sprach, er wolle die Kugeln segnen, denn er wisse einen Spruch, dem nichts widerstehen könne. Wie gedacht so geschehen, er that es, die erste Kugel, die man abschoß, schmetterte die [[typ:Hexe]] zu Boden, die zweite machte ein großes Loch in die [[typ:stadtmauer|Mauer]] und nicht lange dauerte es, so war die feste Burg so zerschossen, daß die Mannschaft auf Gnade und Ungnade sich ergeben mußte. Der böse Ritter ward [[typ:hinrichtung|hingerichtet]] und seine Burg der Erde gleich gemacht, noch heute aber soll man um Mitternacht bei Mondenschein die gespenstige Amme die Trümmerhaufen fegen sehen. 
- 
- 
-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 424; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_424.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
----- 
-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge pobershau raubritter belagerung kugel stadtmauer hexe hinrichtung besen kartaune feldschlange ruine}} 
sagen/492_das_fegeweib_vom_katzenstein.1678825871.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)