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sagen:482_woher_das_sprichwort_faegel_stillt_seine_gaeste

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-====== Woher das Sprichwort: Fägel stillt seine Gäste ====== 
  
-    Meltzer. S. 1099 
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-In [[geo:Schneeberg]] hat einmal ein [[typ:metzger|Fleischer]], Namens Fägel, auf der Badergasse gewohnt, der seinen beiden Gästen, die zu [[typ:streit|Unfrieden]] gekommen, Friede geboten und deswegen auch nach dem [[typ:Richter]] geschickt hat. Weil aber dieser etwas verzogen und die Gäste sich nicht steuern lassen wollten, hat er sie alle beide [[typ:erstechen|erstochen]], darauf die [[typ:Flucht]] genommen und dem Richter Hans Kämpffe, der ihm begegnet, auf sein Befragen geantwortet: "ei, Herr Richter, es ist unnöthig, daß Ihr Euch bemüht und hinuntergeht, ich habe sie alle beide gestillet, sie haben sich wohl müssen bedeuten lassen." 
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-Daher, als der Richter hinuntergegangen ist und die jämmerliche That befunden hat, Fägel aber inzwischen aus dem Lande entlaufen ist, ist von ihm das [[typ:sprichwort|Sprüchwort]] entstanden: „er hat sie geschweiget oder gestillet wie Fägel seine Gäste.“ 
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 417; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_417.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge Schneeberg metzger streit erstechen richter sprichwort flucht}} 
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