sagen:466._der_heilige_ludwig
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| - | ====== Der heilige Ludwig ====== | ||
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| - | Wie mild und gut und frommgesinnt dieser Fürst auch war, so war er doch auch ein strenger Schirmherr des Rechts und gar oft der geringen Leute Schutz und Trost. Einem armen Kleinkrämer, | ||
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| - | Der Begabte zog froh von dannen, sein Handel ging trefflich, er hatte guten Gewinn und führte redliche Rechnung. Er konnte immer mehr Einkäufe machen und endlich nicht alles selbst tragen, sondern schaffte einen Esel an, mit dem zog er bis gen Venedig und kaufte und tauschte dort kostbare Waren, als Glas, Metall, Elfenbein und Korallen, ein, auch Ringe, Perlen und Edelgesteine, | ||
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| - | Da nun der Krämer traurig heimkehrte und seinem Herrn die Unbill klagte, sprach dieser: Warte nur, mein Geselle, ich schaffe schon unsern Esel und unsere Waren wieder bei!, entbot alsbald seine Mannen zu einer Heerfahrt, kündigte von Stund an dem Bischof Fehde an und fiel in das Frankenland ein wie ein Hagelwetter, | ||
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| - | Ein anderes Mal fuhr der Landgraf auch in Kaufmannsangelegenheiten, | ||
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| - | Da Landgraf Ludwigs Schwester Agnes sich dem Herzog von Österreich vermählte, brachte dieser seinem Schwager als eine Seltenheit einen großen lebendigen [[typ: | ||
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| - | Da nun die beiden Herren, der König der Tiere und der Landgraf von Thüringen, einander gegenüberstanden und sich ansahen, zeigte der Landgraf seinen rechten Mannesmut, er schrie den Löwen hart an, indem er ihm dräuend die geballte Faust entgegenwarf, | ||
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| - | Das geschah ein Jahr vorher, ehe Landgraf Ludwig zu großem Schmerz und Unglück der heiligen Elisabeth die Meerfahrt nach dem gelobten Lande antrat, von der er nicht wiederkehrte. | ||
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| - | //Quelle: Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch. Meersburg und Leipzig 1930, S. 324-325, [[http:// | ||
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sagen/466._der_heilige_ludwig.1693472464.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
