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sagen:411_das_kind_auf_dem_neumarkt_zu_leipzig

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-====== Das Kind auf dem Neumarkt zu Leipzig ====== 
  
-    Poetisch beh. v. Ziehnert. Bd. I. S. 131 sq.  
-    S. Schäfer, Wahrzeichen, Bd. I. S. 24. 
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-Noch heute erblickt man an dem der Kramerinnung gehörigen Eckhause am Kupfergäßchen auf dem neuen Neumarkt zu [[geo:Leipzig]] neben dem Fenster der ersten Etage zunächst der Ecke am Kupfergäßchen einen Kinderkopf von Sandstein eingemauert. Der soll anzeigen, daß zur Zeit des [[zeit:30jährigerkrieg|dreißigjährigen Krieges]] (31. März oder 1. April 1624) das 3jährige Knäblein eines armen [[typ:zimmermann|Zimmermanns]], das der Vater – die Mutter war im Kriege gestorben – ohne Aufsicht zurückgelassen, vom Fenster herab auf die Straße gestürzt war, aber durch die Gnade Gottes, der es fügte, daß es mit seinem Kleidchen an dem vor dem Hause befindlichen spitzen Pfahl, der eine der Pechpfannen trug, mit welchen damals die Stadt des Nachts vor dem Gebrauche der [[typ:laterne|Laternen]] erleuchtet zu werden pflegte, hängen blieb und also unversehrt zur Erde herab gleiten konnte und so dem bekümmerten Vater wieder gegeben ward. 
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 360; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_360.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 leipzig 1624 30jährigerkrieg zimmermann laterne}} 
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