Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:41._tetzels_ablasskasten_in_flechtingen

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:41._tetzels_ablasskasten_in_flechtingen [2024/02/28 14:24] – ewuschsagen:41._tetzels_ablasskasten_in_flechtingen [2025/10/09 12:11] (aktuell) – ewusch
Zeile 1: Zeile 1:
-[[text:40._die_gestohlene_glocke_in_ristedt|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:volkssagenaltmark|Die Volkssagen der Altmark]]** | [[text:42._die_beste_religion|nächste Sage >>>]]+[[sagen:40._die_gestohlene_glocke_in_ristedt|<<< vorherige Sage]] | **[[buch:volkssagenaltmark|Die Volkssagen der Altmark]]** | [[sagen:42._die_beste_religion|nächste Sage >>>]]
  
 ====== Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen ====== ====== Tetzels Ablaßkasten in Flechtingen ======
Zeile 7: Zeile 7:
 Wie darauf der Ablaßkrämer guten Muths und mit vielem Gelde beladen, welches er in der ganzen Umgegend reichlich eingenommen, wieder abzog, da jagte Barward von Schenk auf einem anderen Wege ihm zuvor, und trat ihm plötzlich in der Flechtinger Forst entgegen. Hier forderte er ihm seinen Ablaßkasten ab mit dem Sündengelde darin. Der Mönch erschrak zwar sehr, und suchte dem Edelmann begreiflich zu machen, welch’ eine große, schwere Sünde er begehe, wenn er ihn und somit die heilige Kirche beraube. Allein der Herr von Schenk erinnerte ihn daran, wie er ja eben für eine recht schwere Sünde von ihm einen Ablaßbrief erhalten, und der Domikaner mußte, alles Sträubens ungeachtet, seinen Kasten mit allem Gelde hergeben. Von diesem Gelde ließ der Edelmann, da das Dorf bis dahin keine eigene Kirche hatte, die Kirche in Flechtingen bauen, die daselbst noch gegenwärtig steht. Wie darauf der Ablaßkrämer guten Muths und mit vielem Gelde beladen, welches er in der ganzen Umgegend reichlich eingenommen, wieder abzog, da jagte Barward von Schenk auf einem anderen Wege ihm zuvor, und trat ihm plötzlich in der Flechtinger Forst entgegen. Hier forderte er ihm seinen Ablaßkasten ab mit dem Sündengelde darin. Der Mönch erschrak zwar sehr, und suchte dem Edelmann begreiflich zu machen, welch’ eine große, schwere Sünde er begehe, wenn er ihn und somit die heilige Kirche beraube. Allein der Herr von Schenk erinnerte ihn daran, wie er ja eben für eine recht schwere Sünde von ihm einen Ablaßbrief erhalten, und der Domikaner mußte, alles Sträubens ungeachtet, seinen Kasten mit allem Gelde hergeben. Von diesem Gelde ließ der Edelmann, da das Dorf bis dahin keine eigene Kirche hatte, die Kirche in Flechtingen bauen, die daselbst noch gegenwärtig steht.
  
-//Quellen://  +//Quelle: [[autor:temme|Jodocus Donatus Hubertus Temme]]: [[buch:volkssagenaltmark|Die Volkssagen der Altmark]], Nicolai, Berlin 1839, Seite 35;//
-  * //[[autor:temme|Jodocus Donatus Hubertus Temme]]: [[buch:volkssagenaltmark|Die Volkssagen der Altmark]], Nicolai, Berlin 1839, Seite 35;//+
  
 ---- ----
-{{tag>sagen temme volkssagenaltmark ialtmark altmark tetzel Flechtingen mönch geld sünde kirche kirchenbau ablass brief v2}}+{{tag>sagen temme volkssagenaltmark ialtmark altmark tetzel vonschenk Flechtingen mönch geld sünde kirche kirchenbau ablass brief v2}}
sagen/41._tetzels_ablasskasten_in_flechtingen.1709126661.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)