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sagen:331_der_gespenstige_priester_zu_leuben

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-====== Der gespenstige Priester zu Leuben ====== 
  
-    Anzeiger für Döbeln 1841, Nr. 30.  
-    Poet. beh. v. Segnitz. Bd. II. S. 114. sq. 
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-Beim Beginn der Reformation ist im Dorfe [[geo:Leuben]] ein katholischer [[typ:Priester]] gewesen, der bis an seinen Tod und selbst, als fast seine ganze Gemeinde zur neuen Lehre übergetreten war, [[vip:martinluther|Luther]] und seine Anhänger, so oft er die Kanzel betrat, auf’s Greulichste geschmäht hat.  
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-Endlich starb er und ward in der Kirche beigesetzt. Allein er hat in derselben, die vom alten Glauben abgefallen, keine Ruhe; Nachts um die [[typ:geisterstunde|12. Stunde]] steigt er aus seinem Grabe heraus, legt das Meßgewand an, macht in der [[typ:Kirche]] die Runde, öffnet die Kirchthüre und sieht hinaus, ob Niemand zur Kirche kommt, hierauf geht er durch die Gräber den Kirchweg bis zum ersten Hause des Dorfes hinab, dann kehrt er traurig auf demselben Wege zurück und legt sich mit dem Schlage 1 Uhr wieder in sein [[typ:Grab]] zur Ruhe. 
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 272; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_297.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 segnitz leuben prister martinluther geisterstunde kirche grab}} 
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