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sagen:331._das_heilige_land_bei_niemitzsch

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 +[[sagen:330._niemitzsch_und_das_alte_land|<< Niemitzsch und das „alte Land“]] | **[[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen]]** | [[sagen:332._die_kapelle_der_heiligen_hidda_bei_niemitzsch|Die Kapelle der heiligen Hidda bei Niemitzsch >>]]
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 ====== Das „heilige Land“ bei Niemitzsch ====== ====== Das „heilige Land“ bei Niemitzsch ======
  
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     N. L. Mon.-Schr., 1797,I, 22. Destin. lit. Lus., P. VI, p. 590 .     N. L. Mon.-Schr., 1797,I, 22. Destin. lit. Lus., P. VI, p. 590 .
  
-Dicht bei [[geo:Niemitzsch]] liegt auf einer Anhöhe ein [[typ:acker|Ackerfeld]] von zwei Morgen Flächeninhalt, welches das „heilige Land" genannt wird. Es hat die Eigentümlichkeit, daß es, ohne gedüngt zu werden, die reichlichsten [[typ:ernte|Ernten]] giebt. Jeder Versuch, seine Fruchtbarkeit auf künstliche Weise zu erhöhen, hat gezeigt, daß die Früchte dann verkommen und unzeitig werden. +Dicht bei [[geo:Niemitzsch]] liegt auf einer Anhöhe ein Ackerfeld von zwei [[lex:Morgen]] Flächeninhalt, welches das „heilige Land" genannt wird. Es hat die Eigentümlichkeit, daß es, ohne gedüngt zu werden, die reichlichsten Ernten giebt. Jeder Versuch, seine Fruchtbarkeit auf künstliche Weise zu erhöhen, hat gezeigt, daß die Früchte dann verkommen und unzeitig werden. 
  
-Früher hat man beim Pflügen sehr viele [[typ:knochen|Menschengebeine]] in der Erde gefunden. Auf dem Hügel stand vor Zeiten eine [[typ:Kapelle]], der heiligen [[vip:Hidda]]((Vgl. [[sagen:332._die_kapelle_der_heiligen_hidda_bei_niemitzsch|Die Kapelle der heiligen Hidda bei Niemitzsch]])) geweiht. Sie ist von den Söhnen der Heiligen, die auf einer [[typ:Wallfahrt]] im gelobten Lande starb, von Diethmar I. und [[vip:geroköln|Gero,]] nachmaligem Erzbischofe zu Köln, erbaut worden und war lange ein besuchter Wallfahrtsort. Vor wenigen Jahren stand noch ein Stück Mauer derselben; jetzt sieht man nur noch einige Vertiefungen und Spuren von Steingründen. Dicht neben dieser [[typ:Kapelle]] wurden die [[typ:pilger|Pilgrime]] begraben, die auf ihrer Wallfahrt zur heiligen [[vip:Hidda]] daselbst starben."+Früher hat man beim Pflügen sehr viele Menschengebeine in der Erde gefunden. Auf dem Hügel stand vor Zeiten eine Kapelle, der heiligen [[vip:Hidda]]((Vgl. [[sagen:332._die_kapelle_der_heiligen_hidda_bei_niemitzsch|Die Kapelle der heiligen Hidda bei Niemitzsch]])) geweiht. Sie ist von den Söhnen der Heiligen, die auf einer Wallfahrt im gelobten Lande starb, von Diethmar I. und [[vip:geroköln|Gero,]] nachmaligem Erzbischofe zu [[geo:Köln]], erbaut worden und war lange ein besuchter Wallfahrtsort. Vor wenigen Jahren stand noch ein Stück Mauer derselben; jetzt sieht man nur noch einige Vertiefungen und Spuren von Steingründen. Dicht neben dieser Kapelle wurden die Pilgrime begraben, die auf ihrer Wallfahrt zur heiligen Hidda daselbst starben."
  
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-Das „heilige Land“ braucht nicht gedüngt zu werden. Auf ihm hat ein Kloster gestanden, und ein Erzpriester ist daselbst begraben. In der Erde befindet sich ein silberner [[typ:Sarg]]; wo er liegt, sieht man nachts „[[typ:geldbrennen|das Geld spielen]]“. Eine Seele wartet in der Tiefe auf [[typ:Erlösung]].+Das „heilige Land“ braucht nicht gedüngt zu werden. Auf ihm hat ein Kloster gestanden, und ein Erzpriester ist daselbst begraben. In der Erde befindet sich ein silberner Sarg; wo er liegt, sieht man nachts „[[ding:geldbrennen|das Geld spielen]]“. Eine Seele wartet in der Tiefe auf Erlösung.
  
 //Quelle: [[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen vornehmlich aus dem Stadt- und Landkreis Guben]], gesammelt und zusammengestellt von [[autor:gander|Karl Gander]], Berlin, Deutsche Schriftsteller-Genossenschaft, 1894// //Quelle: [[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen vornehmlich aus dem Stadt- und Landkreis Guben]], gesammelt und zusammengestellt von [[autor:gander|Karl Gander]], Berlin, Deutsche Schriftsteller-Genossenschaft, 1894//
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-{{tag>sagen gander volkssagenguben niederlausitz Niemitzsch acker knochen ernte heilig hidda geroköln geldbrennen wallfahrt pilger kapelle}}+{{tag>sagen gander volkssagenguben niederlausitz Niemitzsch acker knochen morgen ernte heilig hidda geroköln geldbrennen wallfahrt pilger kapelle v2}}
sagen/331._das_heilige_land_bei_niemitzsch.1652101276.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)