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sagen:287._die_heilige_maria_von_rosenthal

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-====== Die heilige Maria von Rosenthal (Haupt) ======+====== Die heilige Maria von Rosenthal ======
  
     Tic. epit. hist. Rosenth. p. 69.      Tic. epit. hist. Rosenth. p. 69. 
     Sinauty, St. G., S. 100 u. 167.     Sinauty, St. G., S. 100 u. 167.
  
-Als Kaiser [[vip:karldergrosse|Karl der Große]] mit seinen Mannen die [[region:Lausitz]] durchstreifte, um den Götzendienst der [[volk:sorben|Wenden]] zu zerstören und die Heiden zu Jesu Christo zu führen, da kam er auch in die Gegend an den Quellen der [[region:schwarzeelster|Elster]]. Da, wo jetzt [[geo:rosenthaloberlausitz|Rosenthal]] liegt, schlug er ein großes Lager auf und verweilte allda etliche Monden. Die Mauern, mit denen er dasselbe befestigte, sind noch heutigen Tages zu sehen. Er hatte aber sein Heer unter den besonderen Schutz der heiligen [[vip:jungfraumaria|Jungfrau Maria]] gestellt und die heilige Jungfrau war allezeit bei dem Heere und umwandelte täglich das Lager, angethan mit einem langen, weißen Gewande. Und wenn die Krieger sie erblickten, warfen sie sich zur Erde und beteten sie an. Sie hatten aber auch ein [[ding:marienbild|heiliges Bild]] der Mutter Gottes bei sich, und als sie fortzogen aus dieser Gegend, da ließen sie das Bild daselbst und verbargen es in dem Walde, den die heilige Jungfrau durch ihre Gegenwart geheiligt hatte. Aber seitdem sah man oft eine weiße Jungfrau den alten Lagerplaz umwandeln.+Als Kaiser [[vip:karldergrosse|Karl der Große]] mit seinen Mannen die [[region:Lausitz]] durchstreifte, um den Götzendienst der [[volk:sorben|Wenden]] zu zerstören und die Heiden zu Jesu Christo zu führen, da kam er auch in die Gegend an den Quellen der [[region:schwarzeelster|Elster]]. Da, wo jetzt [[geo:rosenthaloberlausitz|Rosenthal]] liegt, schlug er ein großes Lager auf und verweilte allda etliche Monden. Die Mauern, mit denen er dasselbe befestigte, sind noch heutigen Tages zu sehen. Er hatte aber sein Heer unter den besonderen Schutz der heiligen [[vip:hlgmaria|Jungfrau Maria]] gestellt und die heilige Jungfrau war allezeit bei dem Heere und umwandelte täglich das Lager, angethan mit einem langen, weißen Gewande. Und wenn die Krieger sie erblickten, warfen sie sich zur Erde und beteten sie an. Sie hatten aber auch ein [[ding:marienbild|heiliges Bild]] der Mutter Gottes bei sich, und als sie fortzogen aus dieser Gegend, da ließen sie das Bild daselbst und verbargen es in dem Walde, den die heilige Jungfrau durch ihre Gegenwart geheiligt hatte. Aber seitdem sah man oft eine weiße Jungfrau den alten Lagerplaz umwandeln.
    
 Viele Jahre vergingen, da kam ein frommer Ritter Namens Lucianus von Sernan in diese Gegend, der sah einst auf der Jagd die weiße Frau von fern und ihre himmlische Schönheit bezauberte fein Herz. Er spornte fein Roß, um sie zu erreichen; aber sobald er sie erreicht zu haben vermeinte, so war die Erscheinung wieder in weite Ferne gerückt, bis sie endlich an einer Linde urplößlich verschwand. Viele Jahre vergingen, da kam ein frommer Ritter Namens Lucianus von Sernan in diese Gegend, der sah einst auf der Jagd die weiße Frau von fern und ihre himmlische Schönheit bezauberte fein Herz. Er spornte fein Roß, um sie zu erreichen; aber sobald er sie erreicht zu haben vermeinte, so war die Erscheinung wieder in weite Ferne gerückt, bis sie endlich an einer Linde urplößlich verschwand.
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