sagen:25._querxe_auf_einer_bauernhochzeit
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| Da war aber ein anderer Bauer aus Bertsdorf, der pflügte am Fuße des Berges, hörte wie sich die Querxe beriethen und rief ihnen im Spaße zu, sie möchten ihm doch auch eine Nebelkappe mitbringen. Da gingen die Querxe auf den Spaß ein, gaben ihm eine Nebelkappe, auf daß er ungesehen mit zur Hochzeit gehen könnte, sagten ihm aber, er dürfe zwar essen und trinken so viel ihm beliebte, aber ja von den Speisen nichts zu sich stecken, wenn sie seine guten Freunde bleiben sollten. | Da war aber ein anderer Bauer aus Bertsdorf, der pflügte am Fuße des Berges, hörte wie sich die Querxe beriethen und rief ihnen im Spaße zu, sie möchten ihm doch auch eine Nebelkappe mitbringen. Da gingen die Querxe auf den Spaß ein, gaben ihm eine Nebelkappe, auf daß er ungesehen mit zur Hochzeit gehen könnte, sagten ihm aber, er dürfe zwar essen und trinken so viel ihm beliebte, aber ja von den Speisen nichts zu sich stecken, wenn sie seine guten Freunde bleiben sollten. | ||
| - | Also gingen die Zwerge sammt dem Bauer nach Bertsdorf zur Hochzeit, stülpten vor dem Dorfe ihre Nebelkappen auf, gingen in das Hochzeitshaus und setzten sich, [[typ:unsichtbar]] wie sie waren, mit an den [[typ:Tisch]], also daß immer zwischen zwei gebetenen ein ungebetener Gast zu sitzen kam. Auch der mitgebrachte Bauer saß unsichtbar zu Tische, hieb wacker auf die Speisen ein und ließ sich die guten Gerichte wohl schmecken. Als er nun satt geworden war, da dachte der gute Mann an seine Frau und seine armen Kinder, wie sie daheim saßen und trockenes | + | Also gingen die Zwerge sammt dem Bauer nach Bertsdorf zur Hochzeit, stülpten vor dem Dorfe ihre Nebelkappen auf, gingen in das Hochzeitshaus und setzten sich, unsichtbar wie sie waren, mit an den Tisch, also daß immer zwischen zwei gebetenen ein ungebetener Gast zu sitzen kam. Auch der mitgebrachte Bauer saß unsichtbar zu Tische, hieb wacker auf die Speisen ein und ließ sich die guten Gerichte wohl schmecken. Als er nun satt geworden war, da dachte der gute Mann an seine Frau und seine armen Kinder, wie sie daheim saßen und trockenes Brod knabberten, konnte der Lockung nicht widerstehen, |
| Den Weiblein ward es aber gar unheimlich, da sie von ihrer unsichtbaren Nachbarschaft Kunde erhielten, und Alle wußten nun, wie es zugegangen, daß die Speisen so gar schnell ein Ende genommen hatten. Aber den Bauer behielten sie da und luden ihn auch zu dem folgenden Tage ein. Auch die Querxe stellten sich wieder ein, obgleich sie nicht mitgebeten waren. Man sah es aber ganz deutlich wieder an der sichtlichen Abnahme der Speisen. | Den Weiblein ward es aber gar unheimlich, da sie von ihrer unsichtbaren Nachbarschaft Kunde erhielten, und Alle wußten nun, wie es zugegangen, daß die Speisen so gar schnell ein Ende genommen hatten. Aber den Bauer behielten sie da und luden ihn auch zu dem folgenden Tage ein. Auch die Querxe stellten sich wieder ein, obgleich sie nicht mitgebeten waren. Man sah es aber ganz deutlich wieder an der sichtlichen Abnahme der Speisen. | ||
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