Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:24_das_wahrzeichen_von_buchheim

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

sagen:24_das_wahrzeichen_von_buchheim [2023/01/26 09:42] – angelegt ewuschsagen:24_das_wahrzeichen_von_buchheim [2023/03/28 16:40] (aktuell) – gelöscht ewusch
Zeile 1: Zeile 1:
-====== Das Wahrzeichen von Buchheim ====== 
  
-    S. Back, Eisenb. Chr. Bd. II. S. 213.  
-    Kirchengalerie. Eph. Eisenb. S. 58. 
- 
-Das Dorf [[geo:Buchheim]] (oder Buchen), welches ein und eine Viertelstunde nördlich von [[geo:Eisenberg]] in einem angenehmen Thale liegt, welches unterhalb des Dorfes in nicht unbedeutendem Abfalle bei Tröbnitz, einem Preußischen Dorfe im Elsterthale endigt, hat zwei sonderbare [[typ:Wahrzeichen]].  
- 
-Das eine ist eine Brezel auf einem Paßglase oder [[typ:krug|Kruge]] in Stein gehauen, welches in der Mauer der [[typ:Kirche]] auf der Ostseite zu sehen ist.  
- 
-Das andere war der sogenannte Tanzboden auf der Kirchhofsmauer, womit es folgende Bewandniß hatte. Es stand nämlich hier früher das Seitengebäude eines daran stoßenden Gutes, welches damals einem gewissen Adam Töpfer gehörte, zum Theil auf der Kirchhofsmauer und hier wurde zur Jahrmarktszeit getanzt. Zu diesem [[typ:jahrmarkt|Jahrmarkte]] hatten aber die zur Capelle des [[vip:Laurentius|h. Laurentius]] stattfindenden [[typ:wallfahrt|Wallfahrten]] Anlaß gegeben, denn derselbe ward am 25. August, dem Tage dieses Heiligen, dem übrigens jetzt noch jährlich eine Gedächtnißpredigt gehalten wird, abgehalten. Da er aber in die Erndtezeit fiel, so verlegte man ihn später auf den Montag nach [[zeit:Trinitatis]], jetzt ist er freilich ohne Bedeutung.  
- 
-Der Altar in der auf der Stelle jener Capelle erbauten Kirche ist jedenfalls noch aus jener Zeit; über demselben befindet sich ein vergoldetes [[typ:Bild]] in drei Abtheilungen mit verschiedenen aus Holz geschnitzten Figuren. Sonst ist sein Brustbild von Holz, das auf der Brust eine nicht unbedeutende Vertiefung hat, worin früher wahrscheinlich ein [[typ:Juwel]] saß, auch noch der Kanzel gegenüber in einer Oeffnung der Mauer zu sehen. Ueberhaupt scheint man hier nicht sehr ernstlich der [[zeit:Reformation]] angehangen zu haben, denn im Visitationsbericht von 1569 wird noch geklagt, daß hier eine alte [[typ:zauberer|Zauberin]] ganz offen Krystallguckerei treibe und den Leuten [[typ:arznei|Arzneien]] verabreiche.  
- 
-//Quelle: [[autor:grässe|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]]. Anhang. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 338; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_338.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
----- 
-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 buchheim wahrzeichen brezel krug mauer kirche jahrmarkt trinitatis wallfahrt laurentius bild juwel 1569 zauberer arznei}} 
sagen/24_das_wahrzeichen_von_buchheim.1674722545.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)